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Erfolgreich im B2B-E-Commerce
Die Digitalisierung macht auch vor dem Großhandel nicht halt. Digitale Vertriebs- und Kommunikationskanäle werden beim Handel mit Geschäfts- und Firmenkunden immer wichtiger. Das geänderte Kunden- und Einkäuferver-halten verlangt von Herstellern und Großhändlern durchdachte (E-Commerce-)Lösungen, um den Anforderungen der Kunden zukünftig gerecht zu werden und im Wettbewerb zu bestehen. Wie die Branche auf diese Herausforderung reagieren kann, zeigt das ibi-Seminar B2B-E-Commerce.

Das Tagesprogramm:

09:30 Uhr: Begrüßung und Einführung

09:45 Uhr: B2B-E-Commerce – eine Momentaufnahme

  • Marktüberblick
  • Marktstruktur
  • Besonderheiten

10:30 Uhr: Das B2B-Shop-Projekt am Beispiel von Papier Liebl (Teil 1)

  • Ausgangssituation und Zielsetzung
  • Projetkaufbau und -planung
  • Partner- und Technologieauswahl

13:00 Uhr: Das B2B-Shop-Projekt am Beispiel von Papier Liebl (Teil 2)

  • Prozesserfassung und -optimierung
  • Produktdatenaufbereitung
  • Marketing im B2B

14:00 Uhr: Change Management in einem mittelständischen Familienunternehmen

  • Grundlagen des Change Management
  • Vorgehen und Werkzeuge
  • Erfolgsfaktoren

15:30 Uhr: B2B-Marktplätze – Herausforderung und Nutzungsmöglichkeiten

  • Überblick über ausgewählte Marktplätze im B2B
  • Vor- und Nachteil der Marktplatznutzung
  • Amazon Business & Co. – Fluch oder Segen?

16:30 Uhr: Zusammenfassung und offene Fragerunde

17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Referenten:

  • Wolf Sternberg ist selbstständiger E-Commerce-Berater und B2B-Experte. Als ehemaliger Leiter E-Commerce bei Papier Liebl war verantwortlich für den Aufbau des dortigen B2B-Online-Shops und die Ausrichtung des Großhändlers auf die Herausforderungen der Digitalisierung. Durch seine bisherigen Tätigkeiten in verschiedenen IT und E-Commerce-Unternehmen, bringt er jede Menge Erfahrung im Themenfeld Digitalisierung und B2B mit.
  • Dr. Georg Wittmann, Research Director bei ibi research, beschäftigt sich mit dem Thema E-Commerce und insbesondere B2B-E-Commerce. Durch die Begleitung zahlreicher Forschungs- und Beratungsprojekte in diesem Umfeld, kann er von zahlreichen Erfahrungen aus B2B-Projekten sowie aus der aktuellen Forschung berichten.

Veranstaltungsort: Novotel Nürnberg Centre Ville, Bahnhofstr. 12, 90402 Nürnberg

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Mittelständische Unternehmen sind der Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft. Folglich ist für viele Kreditinstitute das gewerbliche Kreditgeschäft (Kredite an kleine und mittlere Gewerbe- und Firmenkunden) ein wichtiger Ertragsbringer und ein bedeutendes Geschäftsfeld. Allerdings sorgen die anhaltende Niedrigzinsphase, ein zunehmender Wettbewerb sowie regulatorische Anforderungen für einen andauernden Margen- und Kostendruck. Der Trend zur Digitalisierung, der technologische Fortschritt sowie stetig besser informierte und immer flexibler agierende Kunden stellen die Kreditinstitute vor zusätzliche Herausforderungen. Diese Situation zwingt viele Kreditinstitute, die Effizienz ihres gewerblichen Kreditprozesses kritisch zu hinterfragen, zu optimieren sowie ihre Anpassungs- und Reaktionsfähigkeit dauerhaft zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund haben wir zusammen mit der PPI AG in der jetzt veröffentlichten Studie „Die Zukunft des gewerblichen Kreditprozesses“ detailliert untersucht, wie sich der Status quo im gewerblichen Kreditprozess als Ganzes und auf Ebene der Teilprozesse in den Kreditinstituten darstellt. Der Fokus lag dabei auf einer umfassenden Betrachtung der prozessualen Ausgestaltung, der Durchlaufzeiten, des Grades der IT-Unterstützung sowie konkreter Handlungsfelder und Sourcing-Strukturen. Insgesamt wurden Entscheidungsträger aus 24 Instituten aus den Sektoren der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken befragt.

Beide Institutsgruppen sehen Verbesserungsbedarfe vor allem in den Bereichen Kosten, Auslastung ihrer Kapazitäten und Durchlaufzeiten. Eine hohe Spannbreite gibt es insbesondere im Vertrieb. Hier schwankt die Dauer für die Zeit zwischen Kundenberatung und Kreditantragstellung von 3 bis über 10 Tagen. Allerdings gibt es auch in der Abwicklung, also von der Vertragserstellung bis zur Unterlagenarchivierung, erhebliche Schwankungen. Bei einigen Ausreißern kann allein dieser Prozess über 10 Tage dauern. Als „Zeitfresser“ werden oft genannt: Dokumentenprüfung, Vertragserstellung, Unterlagenarchivierung, Kundendatenänderung und das gesamte Sicherheitenmanagement. Häufig wird bei den genannten Funktionen ein geringer Automatisierungsgrad beklagt.

Zur Steuerung des Kreditgeschäftes werden von den Kreditinstituten in erster Linie die klassischen Kennzahlen wie Durchlaufzeit (71 %), Stückzahl (63 %) und Kreditvolumina (58 %) herangezogen. Mit deutlichem Abstand folgt die Einhaltung von Service Level Agreements (38 %) und das Kreditausfallrisiko (33 %). Nur eine geringe Rolle spielen Kapazitätsauslastung, Kosten des Prozesses und Anzahl von Kundenbeschwerden. Was auffällig ist: Jedes sechste Institut verwendet keine Kennzahlen.

Auf den ersten Blick ist die Mehrzahl der Institute mit der gegenwärtigen Erfüllung der Kennzahlen zufrieden. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber ein differenziertes Bild. Die Ergebnisqualität stimmt in fast allen Fällen. Dagegen zeigt sich Unzufriedenheit vor allem hinsichtlich der Gesamtdurchlaufzeit (über 40 %) sowie der Kosten und der Komplexität (jeweils rund 30 %) des Prozesses.

Weitere Ansatzpunkte für Verbesserungen werden primär im verstärkten Einsatz der IT gesehen. Dies betrifft laut 63 % der Befragten die IT-technische Einbindung des Kunden mit erweiterten Online-Angeboten und die institutsweite Datenverknüpfung zwischen Datensilos. 92 % der Institute sehen in der Erreichung einer erhöhten Durchgängigkeit des gesamten Kreditprozesses zusätzliches Verbesserungspotenzial. Allerdings ist die Umsetzung dieser Ansätze mit Ausnahme der Einbindung des Kunden und der Datenverknüpfung häufig noch nicht konkret.

Beim Thema Outsourcing werden kaum Ansätze zur Veränderung wahrgenommen. 33 % der Institute haben Teile des Prozesses ausgelagert und planen keine weitere Auslagerung. Von den übrigen Instituten planen 13 % eine Teilauslagerung. Primäre Bereiche für die Auslagerung sind Workout und Risikomanagement. Mit den Services der Dienstleister von bereits ausgelagerten Funktionen sind die Institute überwiegend zufrieden. Eine Reintegration ist nicht geplant.

Auch wenn die Regulatorik ein facettenreiches und aufwendiges Thema bleibt und der Wettbewerb unter bestehenden Anwendern stark zunehmen wird, ist das gewerbliche Kreditgeschäft für 71 % der Befragten auch zukünftig ein attraktives Geschäftsfeld.

Weitere Information zur Studie finden Interessierte unter: https://www.ppi.de/banken/kreditprozess

Egal wann, egal wo, egal wie. So wollen die Verbraucher von heute einkaufen. Die Händler müssen sich darauf einstellen, um ihre Kunden nicht zu verlieren. Es reicht in vielen Fällen nicht mehr aus, über nur einen Kanal präsent zu sein. Dies könnte zu Umsatzverlusten führen. Darüber hinaus kann es problematisch sein, autonome E-Commerce- und In-Store-Channels einzurichten, da Kunden die Stand-alone-Channels als andere Händler wahrnehmen könnten. Diese fragmentierte Kundenerfahrung kann ebenfalls zu Umsatzverlusten führen. Während der E-Commerce weiterhin zulasten des Ladengeschäfts wächst, könnte das Unterscheidungsmerkmal der Zukunft darin bestehen, eine einzigartige, reibungslose und markenbestimmende Kundenerfahrung zu schaffen, die Kunden zum Wiederkommen animiert – ganz gleich über welchen Kanal. Was sehen die Händler dabei als wichtig an, und wo warten sie noch?

SIX Payment Services hat zusammen mit ibi research an der Universität Regensburg rund 300 Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Omni-Channel befragt. Diese ist eine der wenigen Studien, die nicht aus dem angelsächsischen Raum kommt und unmittelbaren Einblick in die Bedürfnisse und Problematik hierzulande gibt.

Die Studie zeigt, dass rund ein Drittel der Befragten bereits in mehr als einem Kanal präsent ist. 40 % derjenigen, die nur über einen physischen Laden verfügen (50 %), planen, ihr Geschäft auch auf den E-Commerce auszuweiten. Ein beachtlicher Teil der Befragten (40 %) gab darüber hinaus an, dass sie bereits Omni-Channel verwenden. 11 % sagten, dass sie intensiv daran arbeiten, und 32 % planen, in den nächsten drei Jahren dahingehend zu investieren. Damit bestätigt sich: Omni-Channel ist ein absolutes Top-Thema im Handel. Die Händler sehen Omni-Channel jedoch nicht nur als ein Muss, sondern auch als zusätzliche Einkommensquelle. 50 % der Befragten erwarten als Ergebnis einer erfolgreichen Omni-Channel-Implementierung höhere Umsätze.

Obwohl Omni-Channel ein ganzheitliches Konzept einschließlich aller Geschäftsaspekte und einer endlosen Vielfalt an Kundenerfahrungen ist, wird das Konzept oft aus der Sicht spezifischer Anwendungsfälle diskutiert, die den Verbrauchern und Händlern bekannt sind und von diesen verlangt werden, z. B. Click & Collect, Click & Return, Endless Aisle und Queue-Busting. Die Ergebnisse dieser Umfrage bestätigen die Bedeutung dieser Anwendungsfälle: Der wichtigste ist Click & Collect (35 %), dann Click & Return (24 %), Queue-Busting (17 %) und Endless Aisle (7 %). Die Befragten gaben ebenfalls an, dass kanalübergreifende Konsistenz wichtig ist, z. B. die Akzeptanz mobiler Zahlungsmethoden im Laden (23 %).

Um die Verbrauchererwartungen zu erfüllen und den Markt zu sondieren, könnte ein solider erster Schritt darin bestehen, eine gute Cross-Channel-Lösung anzubieten, in der gewisse Abläufe nach wie vor manuell stattfinden. Manche große Markenhändler arbeiten noch so – und decken damit das Einkaufserlebnis für die Kunden ab, ohne jedoch vollinhaltlich und effizient für die Zukunft aufgestellt zu sein. „Damit eine Omni-Channel-Lösung langfristig und nachhaltig ist, ist es von höchster Wichtigkeit, dass sie auf einer voll integrierten, nahtlosen Technologie in Echtzeit beruht, die sich über alle Geschäftsbereiche und -funktionen erstreckt (z. B. Bestandsmanagement, CRM, ERP, Webshop, ECR und Zahlungslösung)“, so Roger Niederer, Head Merchant Services, bei SIX Payment Services.

Für weitere Informationen können Sie die komplette Studie „Status quo und Herausforderungen im Omni-Channel-Zeitalter“ kostenlos herunterladen unter: www.ecommerce-leitfaden.de/studien/item/status-quo-und-herausforderungen-im-omni-channel-zeitalter

Das ibi-Seminar ist ideal geeignet für Entscheider und Führungskräfte von Markenherstellern und Händlern. Erfahren Sie an nur einem Tag alles, was relevant ist, um erfolgreich über Amazon zu verkaufen. Lernen Sie alles Wissenswerte über das System Amazon, insbesondere, wie Sie Ihre Produkte erfolgreich auf dem weltweit größten Marktplatz verkaufen können.

Das Tagesprogramm:

09:30 Uhr: Begrüßung und Einführung

09:45 Uhr: Das Amazon Ökosystem verstehen

  • Geschäftsmodell "Amazon"
  • Amazon aus verschiedenen Blickwinkeln
  • Blick in die Zukunft

10:15 Uhr: Vendor vs. Seller Central

  • Funktionsweise Vendor vs. Seller Central
  • Marketing, Logistik & FBA
  • Risiken & Chancen für Händler und Hersteller

13:00 Uhr: Amazon als Produktsuchmaschine und andere Performancefaktoren

  • Relevanz von Amazon in der Customer Journey
  • Rankingfaktoren auf Amazon
  • Weitere Performancefaktoren auf Amazon

14:00 Uhr: Amazon SEO

  • Mit Konzept zur richtigen SEO Strategie
  • Optimierung von Produktdetailseiten
  • Einfluss von Bewertungen und andere Faktoren

15:15 Uhr: Amazon Marketing

  • Mögliche Marketingaktivitäten und deren Relevanz
  • AMS im Detail
  • Externe Marketing-Möglichkeiten

16:00 Uhr: Analytics & Reporting

  • Vorstellung ARA
  • Wichtige Amazon Kennzahlen
  • Die Konkurrenz im Blick behalten

16:30 Uhr: Zusammenfassung und offene Fragerunde

17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Referenten:

  • Camilla Werner ist selbstständige E-Commerce-Beraterin. Durch ihre langjährige Arbeit bei einem führenden internationalen Markenhersteller, dort verantwortlich für das Verkaufen auf Amazon, bringt sie jede Menge Erfahrung im internationalen Handel auf Amazon mit.
  • Stefan Bures, Gründer und CEO von metoda, beschäftigt sich seit Jahren mit der Analyse von Preis-, Produktdaten und Absatzdaten und unterstützt mit seinem Unternehmen Händler und Hersteller bei der Analyse und Optimierung ihrer E-Commerce- und Amazon-Strategie.

Veranstaltungsort: metoda GmbH, Bayerstr, 69, 80335 München

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Die zweite Ausgabe der BIT in 2017 spannt einen Bogen von Architekturen etablierter Banken über die Rolle und Bewertung von FinTechs bis hin zu finanziell relevanten Fragen im E-Commerce und im Multikanal-Commerce.

In der vorliegenden zweiten Ausgabe der BIT für 2017 konzentrieren wir uns stark auf digitale Lösungen für Finanzdienstleistungen, und zwar sowohl aus FinTech-Sicht als auch aus Sicht der etablierten Banken. Den Abschluss bildet dann allerdings ein besonders spannendes Thema des E-Commerce.

Der erste – wissenschaftliche - Artikel bewertet Geschäftsmodelle von FinTechs nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. Er wendet dazu ein Simulationsmodell an, das bereits in einem Artikel in Heft 1/2017 vorgestellt wurde.

Im zweiten Beitrag geht es ebenfalls um die Bewertung der Wirkung von FinTechs. Allerdings wird hier die Sicht einer etablierten Bank eingenommen, die die Kooperationsmöglichkeiten mit FinTechs hinsichtlich der zu erwartenden Wertschöpfung systematisch beurteilen möchte.

Die dritte Arbeit versetzt sich nochmals in die Position großer Finanzdienstleister und zeigt am Beispiel von Finanzierungslösungen, mit welchen konkreten Ansätzen sie die Digitalisierung unter Einsatz einer bi-modalen IT erfolgreich vorantreiben können.

Der vierte Artikel wechselt auf die Wertpapierseite. Er beschreibt die Möglichkeiten des Einsatzes der Blockchain für die Post-Trade-Verarbeitung und zeigt damit die Potentiale von Smart Contracts am konkreten Beispiel auf.

Auch der Zahlungsverkehr soll in diesem Heft nicht zu kurz kommen. Im fünften Beitrag werden die Überlegungen einer Großbank zu Potentialen und erfolgsträchtigen Lösungen für Mobile Payments vorgestellt.

Nach der Sicht auf die verschiedenen Produkte folgt im sechsten Artikel der Blick auf deren Erstellung durch agile Entwicklungsverfahren. In einer wissenschaftlichen empirischen Analyse auf Basis der DOI-Theorie wird untersucht, welche Akzeptanzfaktoren in einer Bank für die erfolgreiche Einführung von Bedeutung sind.

Mit dem sechsten Beitrag wechseln wir in den E-Commerce. Hier werden die Ergebnisse einer breit angelegten Mystery Shopping-Studie für Deutschland präsentiert und manche (Vor-)Urteile bestätigt, andere widerlegt.

 

Die Artikel im Überblick:

  • Anwendung eines Simulationsmodells zur Bewertung der Geschäftsmodelle von FinTechs
  • Komplementär oder konkurrierend – wertsteigernd oder ruinös: Wie begegnen Banken der FinTech-Welle?
  • Modular und agil auf dem Weg zur optimalen Customer Experience: Finanzdienstleistungen überall und jederzeit
  • Kapitalmärkte und die Blockchain-Technologie
  • Digitale Transformation: Potenzial für Mobile Payment in Deutschland?
  • Akzeptanzfaktoren von agilen Vorgehensweisen – eine qualitative Untersuchung am Beispiel der Finanzbranche
  • Mystery Shopping – eine Momentaufnahme des deutschen E-Commerce
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Die Ausgabe der BIT in gedruckter Form ist zum Preis von 30 Euro erhältlich. Der Preis für den Download der Zeitschrift beträgt 15 Euro. Es sind die einzelnen Artikel auch zum Preis von jeweils 8,00 Euro downloadbar.

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Aktuelle Studienergebnisse zeigen den Status-quo und Entwicklungstendenzen im deutschen B2B-E-Commerce auf: ibi research an der Universität Regensburg hat in einer Expertenbefragung neben dem aktuellen Online-Einkaufsverhalten der Unternehmen auch existierende Verkaufskonzepte im B2B-E-Commerce analysiert. Ziel des Projekts ist neben der Ermittlung des Status quo die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Aufbau und Betrieb einer B2B-E-Commerce-Strategie. Unterstützt wird das Forschungsprojekt von Creditreform und SIX Payment Services.

Ein Fokusthema der Studie ist der Aufbau eines B2B-Online-Shops. 28 Prozent der befragten Unternehmen setzen dabei auf ein Standard-Shopsystem, 26 Prozent haben eine Eigenentwicklung im Einsatz und 13 Prozent setzen auf Open-Source-Lösungen. Etwa drei von vier B2B-Online-Shops sind zudem international ausgerichtet und verkaufen nicht nur in Deutschland. 46 Prozent der befragten Unternehmen verkaufen bereits weltweit, während 27 Prozent der B2B-Shops sich auf Europa beschränken. Dabei haben aber nur 15 Prozent der befragten Unternehmen ein eigenes Shopsystem für jedes Land aufgebaut. In der Regel werden länderspezifische Front-Ends oder Mandantenshops (d. h. andere Produkte und Preise) genutzt – das Grund-Shopsystem bleibt gleich (36 Prozent). Verbesserungsbedarf gibt es hier wohl noch für 29 Prozent der Befragten, die keinerlei Anpassungen für die jeweiligen Länder treffen.

Unabhängig vom Internationalisierungsgrad und vom gewählten Shopsystem bestanden die größten Schwierigkeiten bei der Anbindung vorhandener Unternehmenssysteme an die Online-Shop-Software in der Kompatibilität der Schnittstellen sowie in der Datenqualität. "Das verwundert uns nicht", kommentiert Projektleiter Dr. Georg Wittmann von ibi research dieses Ergebnis. "Immer wieder erleben wir bei E-Commerce-Projekten, dass die Qualität der vorliegenden Produktdaten für den Online-Handel schlicht weg nicht ausreichend ist. Eine Aufbereitung und Anpassung an die Anforderungen des E-Commerce ist hier meist unabdingbar. Das geht jedoch nicht ohne Aufwand, sowohl finanziell als auch zeitlich. Hier ist auch die Geschäftsleitung gefragt, die die nötigen Ressourcen bereitstellen muss", so Wittmann weiter.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang allerdings das Ergebnis, dass bei knapp der Hälfte der Befragten bereits eine voll-automatisierte Produktaktualisierung im Shopsystem realisiert ist. 48 Prozent der Experten sagen, dass der Aufwand zur Aufbereitung bzw. Bereitstellung der Produktdaten in geeigneter Qualität höher war als erwartet, dies gibt Anlass für eine tiefere Analyse in einer Folgestudie. Zudem hatte jeder fünfte Shop mehr Schwierigkeiten als erwartet, das Shopsystem mit weiteren Vertriebskanälen zu verbinden. Bei 21 Prozent war die Umsetzung der kundenindividuellen Preise aufwändiger als erwartet.

Ein Blick auf die angebotenen Informationen in den B2B-Online-Shops zeigt, dass die Unternehmen allen Kunden in ihrem Shop eine Preisübersicht anbieten, aber ein Drittel der Online-Shops keine erwartete Lieferzeit anzeigt und ein Viertel auch keine Lieferkosten beziffert.

In Summe sollten sich B2B-Händler und die, die es werden wollen, noch an einigen Stellen stärker engagieren und auch höhere Investitionen einplanen. Über die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einem starken Anstieg des Anteils an Online-Käufen und dies wird die Anforderungen an die Shop-Systeme sicher weiter erhöhen.

Die vollständige Studie "Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce 2017" steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: www.ibi.de/B2B-Studie

Die Immobilienfinanzierung ist eine Produktkategorie von Banken und Sparkassen, in der digitale Innovationen noch rar zu sein scheinen. Dass sich heute z. B. noch kein FinTech explizit an die Immobilienfinanzierung gewagt hat, deutet auf die Herausforderungen hin, die dieses Produktfeld mit sich bringt. Die Digitalisierung dieses Feldes bietet eine Vielzahl von thematischen Möglichkeiten – aber auch für neue Wettbewerber.

Wir wollten im ibi Blitz Digital Banking von Experten wissen, wie die Digitalisierung das Themenfeld Immobilienfinanzierung beeinflusst: Wie können Kunden beim Erwerb eines Eigenheims unterstützt werden? Von welchen Dienstleistern stammt diese Unterstützung in einem digitalen Ökosystem? Und wo besteht Differenzierungspotenzial für Banken und Sparkassen?

Die Ergebnisse des aktuellen ibi Blitz erhalten Sie kostenfrei zum Download unter www.ibi.de/ibi-blitz.

Welche Themen die Versicherungswirtschaft aktuell im Zahlungsverkehr beschäftigen und wie die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich aussehen, haben wir zusammen mit der PPI AG in einer jetzt veröffentlichten Studie untersucht. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde anhand einer Expertenbefragung u. a. untersucht, welche Zahlungsverfahren Versicherungen im Online-Vertrieb im deutschen Markt derzeit einsetzen, wie Versicherer aktuelle Zahlungsverkehrsthemen wie Instant Payment einschätzen und welche Faktoren ihnen für die zukünftige Positionierung in diesem Feld wichtig sind.

Wie die Ergebnisse zeigen, dominieren heute und zukünftig sowohl im Inkasso als auch im Exkasso die etablierten Verfahren: die Lastschrift bzw. die Überweisung. Jedoch sind alternative Zahlungsverfahren für die Assekuranz nicht vernachlässigbar. 45% der befragten Versicherer erhielten bereits Anfragen von Kunden bzgl. der Möglichkeit mit neueren, häufig für die Versicherungskunden aus dem E-Commerce bekannten und vertrauten Verfahren, zu bezahlen. 77 Prozent der Versicherer planen auch deswegen in den nächsten zwei Jahren neue Zahlungsmittel im Inkasso einzuführen: am häufigsten sind dies paydirekt (59%) und Kreditkarte (50%). Im Exkasso sind es 52% der befragten Experten, die im selben Zeitraum weitere Verfahren einführen wollen. Hier ist mit 35% die Kreditkarte ganz vorne, gefolgt von paydirekt (30%) und PayPal (22%).

Auch zukünftig wird über die etablierten Verfahren der Großteil der Zahlungsströme in der Versicherungswirtschaft fließen. 88% der Befragten sehen auch in fünf Jahren die wirtschaftliche Bedeutung der Lastschrift im Inkasso noch als sehr hoch an. Für die Überweisung im Exkasso liegt der vergleichbare Wert bei 69%.

Genau an diesem Punkt, dem Zahlungsprozess, sehen auch die Experten noch Verbesserungspotenzial. Gut ein Drittel der Versicherungen ist mit der Prozessqualität, den Kosten und der Komplexität der Zahlungsprozesse nicht zufrieden. Insbesondere die Komplexität einiger Zahlungsprozesse wird von 41% der Versicherer als nicht zufriedenstellend bewertet.

Ein Dauerbrenner in diesem Kontext ist der Scheck bzw. die Scheckabwicklung: 73% der befragten Assekuranzunternehmen nutzen diesen noch im Exkasso, wobei zeitgleich 92% ihn als das mit Abstand teuerste Bezahlverfahren bezeichnen.

Neben der Zahlungsabwicklung untersucht die Studie auch die Haltung der Versicherungsunternehmen zu den Themenfeldern Instant Payment, PSD2 und Payment Service Provider.

Beim Thema Instant Payment haben fast alle Versicherer eine gute Vorstellung davon, was das ist und welche Anforderungen dadurch entstehen. Das Gros hält den Einsatz von Instant Payment sowohl für das Inkasso (48%) als auch das Exkasso (50%) für überlegenswert für die Versicherungswirtschaft. Im Inkasso wollen die sofortige Zahlung 22% und im Exkasso 27% der Befragten unbedingt einsetzen.

Anders sieht es bei der neuen Zahlungsdienstrichtlinie aus: Die PSD2 und ihre Auswirkungen ist einem Drittel der Versicherer wenig bis überhaupt nicht vertraut. Beim Thema Payment Service Provider (PSP) beklagen die Experten, dass die PSPs noch nicht ausreichend auf die Anforderungen der Versicherungen vorbereitet sind. Vereinzelt beklagen die Versicherungen, dass die Zahlungsdienstleister die Prozesse der Versicherungen nicht verstehen – insbesondere wenn es um wiederkehrende Zahlungen geht.

Das Fazit der Expertenbefragung: Die hohe Beteiligung durch die Experten bestätigt die Aktualität sowie die Relevanz des Themas Zahlungsverkehr in der Versicherungswirtschaft. Wie die Ergebnisse zeigen, dominieren heute und wohl auch in naher Zukunft weiter die etablierten Verfahren. Jedoch sind die alternativen Zahlungsverfahren für die Assekuranz nicht vernachlässigbar: Kundennachfragen und neue Geschäftsmodelle bzw. Versicherungsprodukte sind nur wenige Themen, die in diesem Kontext zu hinterfragen sind. Neue regulatorische Vorgaben, wie die PSD2 oder Instant Payments, sind zudem bei der Umsetzung der zukünftigen Zahlungsverkehrskonzepte zu berücksichtigen. Auch wenn diese aktuell nur bedingt Potenzial erwarten lassen, zeigen vereinzelte Ansätze bereits heute Möglichkeiten auf, wie diese Veränderungen zu neuen Produkten führen oder die Prozesse deutlich effizienter machen können.

Mit den Zahlungsprozessen der Versicherungen sind ein Drittel der Experten nicht zufrieden. In diesem Kontext scheint eine tiefere Analyse sinnvoll, denn wie man unter anderem aus Erfahrungen aus der Kreditwirtschaft weiß, sind die Kosten und Aufwände der einzelnen Prozessschritte von Institut zu Institut teilweise um ein Vielfaches höher. Hier liegt sicherlich auch noch Forschungs- sowie Optimierungsbedarf für die Zukunft.

Weitere Information zur Studie finden Interessierte unter: https://www.ppi.de/versicherungen/versicherungsbetrieb-der-zukunft/bezahlverfahren-in-der-versicherungswirtschaft/

>> Pressemitteilung (pdf)