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Wolf Sternberg im Interview mit der Mittelstand 4.0-Agentur Handel

Der B2B rückt immer stärker in den Fokus im E-Commerce. Doch gerade für Mittelständler ist es eine große Herausforderung, einen B2B-Shop aufzubauen, der den Anforderungen gerecht wird. Wolf Sternberg, Head of E-Commerce von Papier Liebl (http://www.liebl.de), weiß davon aus erster Hand zu berichten.


Im Interview mit der Mittelstand 4.0-Agentur Handel schildert er seine Erfahrungen bei der Planung und Umsetzung des Online-Shops von Papier Liebl. Er stellte fest, dass insbesondere SEO im B2B-Mittelstand nicht vernachlässigt werden sollte. Außerdem war gerade für Papier Liebl die Automatisierung und Digitalisierung der Kernprozesse ein spannender Schritt. Als Herausforderung hat er insbesondere die Qualität der Stammdaten gesehen. „Unterschätzt haben wir den Aufwand zwar nicht, aber die Qualität musste bedeutend verbessert und die Struktur an das ERP-System angepasst werden.“, erzählt Sternberg.


Er berichtet auch davon, dass er Effizienzsteigerungen und wirtschaftliche Erfolge beobachten konnte. „Durch die Umstellung können wir viel kundenorientierter arbeiten“, so Sternberg. „Damit tragen wir auch dem Trend Rechnung, dass B2C-Gewohnheiten in den B2B gelangen und eine Consumerization stattfindet.“

 

 

Das vollständige Video finden Sie auch unter: https://youtu.be/Vx8fIfWGOXs

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ibi-Forum B2B-E-Commerce

ibi-Forum B2B-E-Commerce

Mehr zum ibi-Forum "B2B-E-Commerce" erfahren Sie unter: www.ibi.de/B2B-Forum

++++ Veranstaltungshinweise ++++

Das Thema Instant Payments hat das Potential, die Zahlungsverkehrslandschaft in den nächsten Jahren tiefgreifend zu verändern. Die Thematik hat insbesondere auch durch die Initiative der Europäischen Zentralbank Fahrt aufgenommen und stellt viele Akteure im Zahlungsverkehr vor zahlreiche Fragen. Neue Geschäftsmodelle können entstehen und aktuell existierende Ansätze überflüssig werden. Dabei sind die regulatorischen Entwicklungen sowie der Eintritt neuer, teilweise sehr aggressiver, Marktteilnehmer nicht zu unterschätzen.

Mit dem ibi-Seminar "Instant Payments: eine neue Revolution im Zahlungsverkehr?" am 23. Juni 2016 in Frankfurt möchten wir uns dem spannenden Thema nähern, eine fundierte Einordnung des Themas ermöglichen sowie eine fruchtbare Diskussion anstoßen.

Melden Sie sich gleich an und profitieren Sie vom günstigen Frühbucherpreis! Die Teilnahmegebühr beträgt regulär 299 Euro (zzgl. USt.). Bei einer Anmeldung bis 03.06.2016 gilt der Frühbucherpreis von 249,00 Euro (zzgl. USt.). Veranstaltungsort ist das Mövenpick Hotel Frankfurt City, Den Haager Str. 5, 60327 Frankfurt am Main.

Für Mitarbeiter von ibi-Partnerunternehmen ist die Teilnahme für eine Person kostenfrei. Jede weitere Person von Partnerunternehmen zahlt nur 249,00 Euro (zzgl. USt.). Die Gebühr für Mitglieder der Fachgruppe if der Gesellschaft für Informatik beträgt 219,00 Euro (zzgl. USt.).

>> Online-Anmeldung

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Der Online-Handel wirbelt die Struktur des Einzelhandels kräftig durcheinander. Nach unserer aktuellen Prognose werden im Jahr 2020 in einzelnen Branchen über 40 Prozent der Umsätze im Netz getätigt. Diese Entwicklung stellt vor allem den stationären Handel vor große Herausforderungen. Mit der E-Commerce-Offensive stellt die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim kostenlose Serviceangebote zur Verfügung, die den stationären Handel auf dem Weg durch Bits und Bytes begleiten soll.

In Workshops zum Thema "Zukunft des Handels" in Amberg, Regensburg, Rötz und Weiden erarbeiten Händler unter unserer Leitung die Herausforderungen der Digitalisierung des Handels und mögliche Lösungsstrategien. Im Zusammenspiel aus fachlichem Input und Einbindung der Teilnehmer werden gemeinsam aktuelle Herausforderungen im Handel diskutiert und mögliche Lösungen erarbeitet. Die Ergebnisse sollen den Teilnehmern Handlungsoptionen in Zeiten des digitalen Wandels des Handels aufzeigen.

Der Ablauf der Workshops ist wie folgt geplant:

  • Einstimmung bei einem Imbiss
  • Fachlicher Impulsvortrag zu den Entwicklungen im Handel
  • Moderierte Erarbeitung relevanter Fragestellungen
  • Entwicklung möglicher Lösungsstrategien und Maßnahmen
  • Bewertung der erarbeiteten Ergebnisse

Am Ende geht es im Rahmen der Workshops vor allem darum die richtigen Fragen zu identifizieren. Denn in der zweiten Jahreshälfte werden E-Commerce-Sprechtage angeboten, innerhalb derer genau diese Fragestellungen in kostenlosen Einzelberatungen beantwortet werden.

Die Workshops sind kostenfrei.

Termine:

  • 02.05.2016, IHK Regensburg, D.-Martin-Luther Str. 12, 93047 Regensburg, 18:30 Uhr
  • 03.05.2016, Hotel Wutzschleife, Hilstett 40, 92444 Rötz, 18:30 Uhr
  • 11.05.2016, Weidener Technologie-Campus, Hetzenrichter Weg 15, 92637 Weiden, 18:30 Uhr
  • 11.05.2016, IHK Amberg, Fleurystr. 5, 92224 Amberg, 18:30 Uhr

>> Anmeldung

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>> mehr zur E-Commerce-Offensive

Die Digitalisierung der Wirtschaft ist für den Handel Herausforderung und Chance zugleich: Auf der einen Seite vergleichen und kaufen viele Kunden heute online, auf der anderen Seite bieten die sozialen Netzwerke auch den familiengeführten stationären Ladengeschäften völlig neue Möglichkeiten, um Kunden gezielt anzusprechen. Es gilt deshalb, die klassischen Formen der Kundenansprache mit den neuen Online-Medien zu kombinieren, um sich auch im Netz durch Service und Qualität zu profilieren und um damit zum Multichannel-Player zu werden.

Um den Handel bei dieser Herausforderung durch neue Angebote zu unterstützen, veranstaltete die IHK Nürnberg für Mittelfranken in Kooperation mit ibi research am 11. April das "Zukunftsforum Handel" in Nürnberg. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

In der Veranstaltung wurden die Herausforderungen des stationären Handels anschaulich und eindringlich skizziert. Je nach Branche ist der Problemdruck dabei unterschiedlich hoch, aber eines gilt für alle Einzelhändler: Man muss sich mit dem Thema aktiv auseinandersetzen und die strategischen Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: "E-Commerce und digitale Innovationen sind für den traditionellen Einzelhandel Herausforderung und Chance zugleich. Deshalb braucht jeder Einzelhändler eine digitale Strategie. Die stationären Händler müssen die Chancen der Digitalisierung erkennen und noch besser nutzen. Wir haben deshalb im Herbst 2015 das zweijährige Modellprojekt ,Digitale Einkaufsstadt Bayern‘ gestartet, mit dem die daran teilnehmenden Städte Coburg, Pfaffenhofen an der Ilm und Günzburg die Nutzung digitaler Innovationen optimieren werden. Daneben unterstützen wir auch das Zukunftsforum Handel der IHK Nürnberg, um den mittelständischen Handel zu informieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen. Mit dem ,Digitalbonus‘ wollen wir im Rahmen der Zukunftsstrategie ,Bayern Digital‘ ab Herbst 2016 dem bayerischen Mittelstand einfach und unbürokratisch dabei helfen, die Digitalisierung für Produktionsprozesse und Geschäftsmodelle zu nutzen."

IHK-Präsident Dirk von Vopelius versichert: "Die IHK Nürnberg für Mittelfranken steht dem Handel mit konkreten Angeboten zum Thema Digitalisierung zur Seite. Durch Information und Beratung unterstützen wir unsere Mitgliedsunternehmen, ihre individuelle Alleinstellung auszubauen und die Kunden durch einzigartige Produkte und Dienstleistungen auf allen Kanälen – stationär und online – zu überzeugen."

Prof. Dr. Hans-Gert-Penzel, Geschäftsführer von ibi research, fasste den Tag wie folgt zusammen: "Im Zeitalter der Digitalisierung gilt der Satz ,Der Handel ist im Wandel´ mehr denn je. Das heutige Zukunftsforum hat gezeigt, dass sich der Einzel- und Großhandel in all seinen Funktionen durch die Digitalisierung verändern muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Jedoch müssen es nicht immer die hochkomplexen IT-Lösungen sein. Auch einfache, handwerklich sauber umgesetzte Ansätze können eine hohe Qualität und großen Mehrwert liefern – gerade wenn dabei die individuelle Persönlichkeit und das Profil des Händlers sichtbar bleiben oder sogar noch breiter und klarer sichtbarer werden. Viele Beispiele zeigen, dass auch kleine und mittlere Händler das sehr gut können. Allerdings verlangt dies von den Händler, dass sie sich mit dem Chancen und Risiken der Digitalisierung aktiv auseinandersetzen. Die IHKn, das ibi und auch weitere Institutionen bieten dafür mittlerweile ein breites Angebot an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen."

Neben Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierte auch Bayerns Wirtschaftsministerin Aigner, in welche Richtung sich der Einzelhandel unter dem zunehmenden Einfluss der Digitalisierung bewegt. Außerdem berichteten erfolgreiche Händler, wie sie durch den intelligenten Einsatz von digitalen Medien neue Kunden gewinnen und die Verschmelzung von Vertriebskanälen, wie E-Commerce und klassischer beratender Einzelhandel, gezielt einsetzen.

Damit Händler und Unternehmen die Chancen der Digitalisierung durch geeignete Strategien besser nutzen können, bietet die die IHK Nürnberg für Mittelfranken zusammen mit ibi research an der Universität Regensburg kostenlose unternehmensindividuelle Sprechstunden zur Digitalisierung im Handel an. Interessierte Händler und Unternehmen wenden sich hier bitte an die IHK Nürnberg für Mittelfranken.

>> Pressemitteilung (pdf)

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>> Video des BR

Ist E-Commerce für B2B das nächste große Ding im Online-Handel?
Unternehmen kaufen und verkaufen vermehrt über Online-Shops und Marktplätze. Für die Zukunft erwarten Experten eine weitere Steigerung der geschäftlichen Online-Ein- und Verkäufe. Wer im B2B-Online-Handel erfolgreich sein will, muss jedoch einige Themen berücksichtigen, die aus dem Geschäft mit Konsumenten (B2C) kaum bekannt sind. Das ibi-Forum „B2B-E-Commerce“ gibt Herstellern, Großhändlern und auch Dienstleistern die Möglichkeit, sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen.

Tagesablauf:

09:00 Uhr: Begrüßungskaffee/Networking

09:30 Uhr: Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung
Dr. Georg Wittmann, Research Director, ibi research

09:45 Uhr: B2B-E-Commerce - Geschäftskunden im Zeitalter der Digitalisierung
Dr. Georg Wittmann, Research Director, ibi research

10:15 Uhr: Shop-Relaunch bei Heidelberger Druckmaschinen
Claus-Jürgen Kromm, Heidelberger Druckmaschinen

11:00 Uhr Kaffeepause: Gelegenheit zum Networking

11:30 Uhr: B2B-Commerce im Praxiseinsatz
Rainer Schmelzle, electronicSales

12:00 Uhr: Umsetzung der digitalen Unternehmensstrategie mit Hilfe einer internationalen B2B und B2C E-Commerce Plattform anhand verschiedener Praxisbeispiele
Volker John, diva-e Digital Value Enterprise

12:30 Uhr: Q&A-Session zum Thema "Wie will der Kunde im B2B-Commerce zahlen?"

  • Lisa Erdmann, Krones
  • Stefan Grimm, GKS Handelssysteme
  • Claus-Jürgen Kromm, Heidelberger Druckmaschinen
  • Moderation: Dr. Georg Wittmann, ibi research an der Universität Regensburg

13:00 Uhr Mittagessen: Gelegenheit zum Networking

14:00 Uhr: B2B-Commerce im traditionellen Mittelstand - Change Managament und die normative Kraft des Faktischen
Wolf Sternberg, Papier Liebl

14:30 Uhr: Positionierung einer Eigenmarke im B2B-Commerce
Klaus Kallenbrunnen, HAIX

15:00 Uhr: Einkauf 4.0 - die Perspektive eines Einkäufers
Matthias Berg, Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME)

15:30 Uhr Kaffeepause: Gelegenheit zum Networking

16:00 Uhr: E-Commerce 4.0: Der Wert der Vielfalt im B2B
Dr. Bernd Schönwälder, Mercateo

16:30 Uhr: Wie sieht der Großhandel 2020 aus?
Stefan Grimm, GKS Handelssysteme

17:00 Uhr Q&A-Session zum Thema "Wer berherrscht den B2B-E-Commerce 2020?"

  • Klaus Kallenbrunnen, HAIX
  • Stefan Grimm, GKS Handelssysteme
  • Dr. Bernd Schönwälder, Mercateo
  • Wolf Sternberg, Papier Liebl
  • Moderation: Dr. Georg Wittmann, ibi research an der Universität Regensburg

17:30 Uhr Ende der Veranstaltung mit anschließenden Stehempfang und Ausklang des Tages

Der Veranstaltungsort ist das Mövenpick Hotel Frankfurt City, Den Haager Straße 5, 60327 Frankfurt. Die Teilnahmegebühr beträgt für Händler und Hersteller bis 13.05.2016 159,00 € danach 199,00 €. Die Händlerkonditionen gelten auch für Verbände, Kammern und Universitäten. Dienstleister zahlen bis 13.05.2016 399,00 € danach 449,00 €. Mitarbeiter von ibi-Partnerunternehmen erhalten eine Freikarte und jede weitere Karte kostet 159,00 €. Alle Preise verstehen sich zzgl. USt.

>> Online-Anmeldung

>> Flyer

Für den stationären Handel stellt die Digitalisierung der Wirtschaft eine große Herausforderung dar: Das Internet bietet vielfältige neue Chancen, jedoch drohen auch Gefahren. Kunden informieren sich nicht mehr nur im Geschäft vor Ort, sondern oft zuerst im Internet. Die Abstimmung mit den Füßen über die bevorzugte Einkaufsstätte wird zunehmend durch eine Abstimmung mit dem Zeigefinger auf Maus oder Smartphone ersetzt.

Längst geht es nicht mehr um die Frage „Laden oder Internet“, sondern vielmehr um kundengerechte Verknüpfung von online- und offline-Ansprache. Dabei bleibt Profilierung via Service und Qualität über alle Vertriebskanäle hinweg das Erfolgsrezept für den Handel.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken und ibi research wollen Händler unterstützen, die Chancen der Digitalisierung durch geeignete Multichannel- und E-Commerce-Strategien zu nutzen. Dazu laden wir Sie herzlich ein, erfolgreiche Strategien kennenzulernen und zu diskutieren.

Wann? Montag, 11.04.2016, 10:00 Uhr – 18:30 Uhr
Wo? Arvena Park Hotel, Görlitzer Str. 51, 90473 Nürnberg

Weitere Informationen zu Inhalten und Ablauf der Veranstaltung finden Sie im Flyer des Handelsforums und unter www.ihk-nuernberg.de/v/4542

Angesichts der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir Sie um frühzeitige Anmeldung bis spätestens 06.04.2016 online unter www.ihk-nuernberg.de/v/4542

Viel liest man über all das, was die Filialbanken in 2016 tun müssen, um ihre Wettbewerbsposition zu verteidigen. Sie sollen die Digitalisierung vorantreiben, mit FinTechs kooperieren, neue attraktive Produkte einführen, endlich Architekturen für den Omnikanal-Vertrieb umsetzen, kostengünstigere Filialstrukturen ersinnen …

All dies ist richtig. Und doch ist es unbefriedigend, denn das Meiste dringt nicht kurzfristig zur Kundenschnittstelle vor. Es ist vermutlich gut als Teil eines Fünf-Jahres-Programms, hilft aber in den nächsten Monaten nur begrenzt.

In seinem Gastbeitrag stellt Prof. Dr. Hans-Gert Penzel deshalb drei konkrete, kurzfristig wirkende Optionen für mehr Kundenvertrauen vor.

Der vollständige Gastbeitrag ist ab heute unter folgendem Link einsehbar:

https://www.der-bank-blog.de/drei-handlungsvorschlaege-fuer-filialbanken/vertrieb/21752/

Zahlungsverkehrsexperte Dr. Ernst Stahl vom Forschungsinstitut ibi research an der Universität nahm Anfang März an einem großen Wirtschaftskongress in Teheran teil und war von der Aufbruchstimmung im Iran angetan.

Von Robert Torunsky, Wirtschaftszeitung, www.die-wirtschaftszeitung.de

Teheran/Regensburg. Seit dem 16. Januar ist der Export von iranischem Öl und Gas in die EU wieder erlaubt. Dies ist ein wichtiger Schritt aus der Isolation, doch viele weitere sind erforderlich. Essenziell ist auch, dass der Iran wieder am internationalen Zahlungsverkehr partizipiert, von dem das 80-Millionen-Einwohner-Land während der Sanktionen weitestgehend abgeschnitten war. „Der Zahlungsverkehr ist das Öl auf den Zahnrädern jeder Wirtschaft“, stellt Dr. Ernst Stahl die Bedeutung heraus. Der Direktor von ibi research an der Universität Regensburg nahm von 5. bis 7. März am zweiten „Business Forum Iran Europe“ in Teheran teil und war beeindruckt von Land und Leuten. Der Zahlungsverkehrsexperte sprach am ersten Tag des internationalen Wirtschaftskongresses darüber, wie sich die Welt des Zahlungsverkehrs durch die SEPA-Umstellung sowie durch E- und M-Payment in Deutschland und Europa verändert hat. Am dritten Tag war Stahl bei Workshops des ibi-Partners EFiS (www.efis.de) einer der Ansprechpartner für alle Fragen zum internationalen Zahlungsverkehr, an den Banken und Unternehmen angekoppelt werden sollen. Da aufgrund des Embargos die dafür nötige Hardware noch nicht in den Iran exportiert werden darf, soll dies über virtuelle private Netzwerke letztlich in Frankfurt am Main erfolgen.

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Mit der Lage steigen auch die Preise: Im Norden Teherans auf 1700 Meter Höhe kostet der Quadratmeter durchaus bis zu 30 000 Euro. Foto: Stahl

Wie wichtig den Gastgebern die Veranstaltung mit weit über 1000 Teilnehmern war, lässt sich an der illustren Teilnehmerschar ablesen: Neben zahlreichen Ministern und dem Gouverneur der iranischen Zentralbank waren unter anderen auch Staatssekretär Matthias Machnig und der iranische Botschafter Dr. Ali Majedi aus Berlin anwesend. „Im Iran herrscht Aufbruchstimmung“, schildert Stahl seine Eindrücke. „Bei den Parlamentswahlen Ende Februar hat das gemäßigte Lager einen Erdrutschsieg errungen und der Iran möchte auch der Welthandelsorganisation WTO beitreten.“ Dazu müsste aber der Rechtsrahmen angepasst werden, beispielsweise sollten die gleichen Rechte für in- und ausländische Firmen gelten. „Der Iran will aber nicht nur Konsumgüter importieren, sondern Industrie ins Land holen.“ Auch hier müsse nachgebessert werden, denn bislang könnten nur Personen ein Unternehmen gründen, die auch über ein iranisches Konto verfügen – und das war bislang für Ausländer sehr schwierig.

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Markus Rupprecht (CSO der Traxpay AG) und Dr. Ernst Stahl waren beim „Business Forum Iran Europe“ in Teheran gefragte Experte. Foto: Maleki Group

Der Iran ist mit seinem angestrebten Wirtschaftswachstum von fünf Prozent gerade für Unternehmen aus der Bundesrepublik nicht nur als Exportland, sondern auch als Produktionsstandort höchst interessant. Das hat vielerlei Gründe: Das Land verfügt zwar mit über die größten Erdöl- und Erdgasreserven der Welt, ist aber dennoch nur zu 20 Prozent von seinen reichlich vorhandenen Rohstoffen wirtschaftlich abhängig. Ein exzellentes Bildungssystem sichert Fachkräfte, das niedrige Durchschnittsalter der Bevölkerung – rund 65 Prozent der Bevölkerung sind unter 35 Jahren –, das Fehlen der Islamisten-Miliz IS und die im Vergleich zu muslimischen Nachbarstaaten deutlich höhere Akzeptanz von Frauen in der Gesellschaft machen den Iran richtungsweisend für den gesamten Nahen Osten.

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Eine Wechselstube in der iranischen Hauptstadt: Für 50 Euro gibt es rund 1,9 Millionen Rial. Foto: Stahl

„Im inländischen Zahlungsverkehr ist der Iran gut aufgestellt. Bei einer ähnlichen Einwohnerzahl wie in Deutschland gibt es ein effizientes Point-of-Sale-System mit 4,2 Millionen Terminals – in Deutschland sind es 750 000“, so Stahl. „Das ist auch dem Umstand geschuldet, dass die größte Banknote von 100 000 Rial nur etwa 2,60 Euro wert ist – und das bei einem Wechselkurs von 1:38 000.“ Aufgrund der hohen Inflation ist das in Europa erst angestrebte Instant Payment, also Zahlungen in Sekundenschnelle, ebenfalls bereits gelebte Realität und auch das Mobile Banking erfreut sich größter Beliebtheit. „Es gibt in Teheran fast überall WLAN und die Restriktionen werden weniger. Portale wie Facebook oder Spiegel Online sind noch gesperrt, aber ich konnte das E-Paper der Wirtschaftszeitung lesen und das Fußballspiel Bayern München gegen Dortmund im öffentlichen Fernsehen ansehen“, berichtet der Forscher von seiner Freizeitgestaltung im Hotel. Für Stahl das ein weiteres Indiz seines positiven Gesamteindrucks. „Die Iraner warten auf uns, denn Deutsche sind dort die beliebtesten Ausländer und gerade das Ingenieurwesen genießt hohes Ansehen. Ich kann an die deutsche Wirtschaft nur appellieren, das Land als wichtiges neues Exportziel zu adressieren.“

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Armin Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der EFiS EDI Finance Service AG, bietet aus dem Mittelpunkt Europas seinen Kunden weltweit service- und prozessorientierte Zahlungsverkehrslösungen an. Foto: Maleki Group