Aktuelle Meldungen

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Die zweite Ausgabe der BIT in 2017 spannt einen Bogen von Architekturen etablierter Banken über die Rolle und Bewertung von FinTechs bis hin zu finanziell relevanten Fragen im E-Commerce und im Multikanal-Commerce.

In der vorliegenden zweiten Ausgabe der BIT für 2017 konzentrieren wir uns stark auf digitale Lösungen für Finanzdienstleistungen, und zwar sowohl aus FinTech-Sicht als auch aus Sicht der etablierten Banken. Den Abschluss bildet dann allerdings ein besonders spannendes Thema des E-Commerce.

Der erste – wissenschaftliche - Artikel bewertet Geschäftsmodelle von FinTechs nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. Er wendet dazu ein Simulationsmodell an, das bereits in einem Artikel in Heft 1/2017 vorgestellt wurde.

Im zweiten Beitrag geht es ebenfalls um die Bewertung der Wirkung von FinTechs. Allerdings wird hier die Sicht einer etablierten Bank eingenommen, die die Kooperationsmöglichkeiten mit FinTechs hinsichtlich der zu erwartenden Wertschöpfung systematisch beurteilen möchte.

Die dritte Arbeit versetzt sich nochmals in die Position großer Finanzdienstleister und zeigt am Beispiel von Finanzierungslösungen, mit welchen konkreten Ansätzen sie die Digitalisierung unter Einsatz einer bi-modalen IT erfolgreich vorantreiben können.

Der vierte Artikel wechselt auf die Wertpapierseite. Er beschreibt die Möglichkeiten des Einsatzes der Blockchain für die Post-Trade-Verarbeitung und zeigt damit die Potentiale von Smart Contracts am konkreten Beispiel auf.

Auch der Zahlungsverkehr soll in diesem Heft nicht zu kurz kommen. Im fünften Beitrag werden die Überlegungen einer Großbank zu Potentialen und erfolgsträchtigen Lösungen für Mobile Payments vorgestellt.

Nach der Sicht auf die verschiedenen Produkte folgt im sechsten Artikel der Blick auf deren Erstellung durch agile Entwicklungsverfahren. In einer wissenschaftlichen empirischen Analyse auf Basis der DOI-Theorie wird untersucht, welche Akzeptanzfaktoren in einer Bank für die erfolgreiche Einführung von Bedeutung sind.

Mit dem sechsten Beitrag wechseln wir in den E-Commerce. Hier werden die Ergebnisse einer breit angelegten Mystery Shopping-Studie für Deutschland präsentiert und manche (Vor-)Urteile bestätigt, andere widerlegt.

 

Die Artikel im Überblick:

  • Anwendung eines Simulationsmodells zur Bewertung der Geschäftsmodelle von FinTechs
  • Komplementär oder konkurrierend – wertsteigernd oder ruinös: Wie begegnen Banken der FinTech-Welle?
  • Modular und agil auf dem Weg zur optimalen Customer Experience: Finanzdienstleistungen überall und jederzeit
  • Kapitalmärkte und die Blockchain-Technologie
  • Digitale Transformation: Potenzial für Mobile Payment in Deutschland?
  • Akzeptanzfaktoren von agilen Vorgehensweisen – eine qualitative Untersuchung am Beispiel der Finanzbranche
  • Mystery Shopping – eine Momentaufnahme des deutschen E-Commerce
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Die Ausgabe der BIT in gedruckter Form ist zum Preis von 30 Euro erhältlich. Der Preis für den Download der Zeitschrift beträgt 15 Euro. Es sind die einzelnen Artikel auch zum Preis von jeweils 8,00 Euro downloadbar.

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Aktuelle Studienergebnisse zeigen den Status-quo und Entwicklungstendenzen im deutschen B2B-E-Commerce auf: ibi research an der Universität Regensburg hat in einer Expertenbefragung neben dem aktuellen Online-Einkaufsverhalten der Unternehmen auch existierende Verkaufskonzepte im B2B-E-Commerce analysiert. Ziel des Projekts ist neben der Ermittlung des Status quo die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Aufbau und Betrieb einer B2B-E-Commerce-Strategie. Unterstützt wird das Forschungsprojekt von Creditreform und SIX Payment Services.

Ein Fokusthema der Studie ist der Aufbau eines B2B-Online-Shops. 28 Prozent der befragten Unternehmen setzen dabei auf ein Standard-Shopsystem, 26 Prozent haben eine Eigenentwicklung im Einsatz und 13 Prozent setzen auf Open-Source-Lösungen. Etwa drei von vier B2B-Online-Shops sind zudem international ausgerichtet und verkaufen nicht nur in Deutschland. 46 Prozent der befragten Unternehmen verkaufen bereits weltweit, während 27 Prozent der B2B-Shops sich auf Europa beschränken. Dabei haben aber nur 15 Prozent der befragten Unternehmen ein eigenes Shopsystem für jedes Land aufgebaut. In der Regel werden länderspezifische Front-Ends oder Mandantenshops (d. h. andere Produkte und Preise) genutzt – das Grund-Shopsystem bleibt gleich (36 Prozent). Verbesserungsbedarf gibt es hier wohl noch für 29 Prozent der Befragten, die keinerlei Anpassungen für die jeweiligen Länder treffen.

Unabhängig vom Internationalisierungsgrad und vom gewählten Shopsystem bestanden die größten Schwierigkeiten bei der Anbindung vorhandener Unternehmenssysteme an die Online-Shop-Software in der Kompatibilität der Schnittstellen sowie in der Datenqualität. "Das verwundert uns nicht", kommentiert Projektleiter Dr. Georg Wittmann von ibi research dieses Ergebnis. "Immer wieder erleben wir bei E-Commerce-Projekten, dass die Qualität der vorliegenden Produktdaten für den Online-Handel schlicht weg nicht ausreichend ist. Eine Aufbereitung und Anpassung an die Anforderungen des E-Commerce ist hier meist unabdingbar. Das geht jedoch nicht ohne Aufwand, sowohl finanziell als auch zeitlich. Hier ist auch die Geschäftsleitung gefragt, die die nötigen Ressourcen bereitstellen muss", so Wittmann weiter.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang allerdings das Ergebnis, dass bei knapp der Hälfte der Befragten bereits eine voll-automatisierte Produktaktualisierung im Shopsystem realisiert ist. 48 Prozent der Experten sagen, dass der Aufwand zur Aufbereitung bzw. Bereitstellung der Produktdaten in geeigneter Qualität höher war als erwartet, dies gibt Anlass für eine tiefere Analyse in einer Folgestudie. Zudem hatte jeder fünfte Shop mehr Schwierigkeiten als erwartet, das Shopsystem mit weiteren Vertriebskanälen zu verbinden. Bei 21 Prozent war die Umsetzung der kundenindividuellen Preise aufwändiger als erwartet.

Ein Blick auf die angebotenen Informationen in den B2B-Online-Shops zeigt, dass die Unternehmen allen Kunden in ihrem Shop eine Preisübersicht anbieten, aber ein Drittel der Online-Shops keine erwartete Lieferzeit anzeigt und ein Viertel auch keine Lieferkosten beziffert.

In Summe sollten sich B2B-Händler und die, die es werden wollen, noch an einigen Stellen stärker engagieren und auch höhere Investitionen einplanen. Über die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einem starken Anstieg des Anteils an Online-Käufen und dies wird die Anforderungen an die Shop-Systeme sicher weiter erhöhen.

Die vollständige Studie "Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce 2017" steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: www.ibi.de/B2B-Studie

Die Immobilienfinanzierung ist eine Produktkategorie von Banken und Sparkassen, in der digitale Innovationen noch rar zu sein scheinen. Dass sich heute z. B. noch kein FinTech explizit an die Immobilienfinanzierung gewagt hat, deutet auf die Herausforderungen hin, die dieses Produktfeld mit sich bringt. Die Digitalisierung dieses Feldes bietet eine Vielzahl von thematischen Möglichkeiten – aber auch für neue Wettbewerber.

Wir wollten im ibi Blitz Digital Banking von Experten wissen, wie die Digitalisierung das Themenfeld Immobilienfinanzierung beeinflusst: Wie können Kunden beim Erwerb eines Eigenheims unterstützt werden? Von welchen Dienstleistern stammt diese Unterstützung in einem digitalen Ökosystem? Und wo besteht Differenzierungspotenzial für Banken und Sparkassen?

Die Ergebnisse des aktuellen ibi Blitz erhalten Sie kostenfrei zum Download unter www.ibi.de/ibi-blitz.

Welche Themen die Versicherungswirtschaft aktuell im Zahlungsverkehr beschäftigen und wie die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich aussehen, haben wir zusammen mit der PPI AG in einer jetzt veröffentlichten Studie untersucht. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde anhand einer Expertenbefragung u. a. untersucht, welche Zahlungsverfahren Versicherungen im Online-Vertrieb im deutschen Markt derzeit einsetzen, wie Versicherer aktuelle Zahlungsverkehrsthemen wie Instant Payment einschätzen und welche Faktoren ihnen für die zukünftige Positionierung in diesem Feld wichtig sind.

Wie die Ergebnisse zeigen, dominieren heute und zukünftig sowohl im Inkasso als auch im Exkasso die etablierten Verfahren: die Lastschrift bzw. die Überweisung. Jedoch sind alternative Zahlungsverfahren für die Assekuranz nicht vernachlässigbar. 45% der befragten Versicherer erhielten bereits Anfragen von Kunden bzgl. der Möglichkeit mit neueren, häufig für die Versicherungskunden aus dem E-Commerce bekannten und vertrauten Verfahren, zu bezahlen. 77 Prozent der Versicherer planen auch deswegen in den nächsten zwei Jahren neue Zahlungsmittel im Inkasso einzuführen: am häufigsten sind dies paydirekt (59%) und Kreditkarte (50%). Im Exkasso sind es 52% der befragten Experten, die im selben Zeitraum weitere Verfahren einführen wollen. Hier ist mit 35% die Kreditkarte ganz vorne, gefolgt von paydirekt (30%) und PayPal (22%).

Auch zukünftig wird über die etablierten Verfahren der Großteil der Zahlungsströme in der Versicherungswirtschaft fließen. 88% der Befragten sehen auch in fünf Jahren die wirtschaftliche Bedeutung der Lastschrift im Inkasso noch als sehr hoch an. Für die Überweisung im Exkasso liegt der vergleichbare Wert bei 69%.

Genau an diesem Punkt, dem Zahlungsprozess, sehen auch die Experten noch Verbesserungspotenzial. Gut ein Drittel der Versicherungen ist mit der Prozessqualität, den Kosten und der Komplexität der Zahlungsprozesse nicht zufrieden. Insbesondere die Komplexität einiger Zahlungsprozesse wird von 41% der Versicherer als nicht zufriedenstellend bewertet.

Ein Dauerbrenner in diesem Kontext ist der Scheck bzw. die Scheckabwicklung: 73% der befragten Assekuranzunternehmen nutzen diesen noch im Exkasso, wobei zeitgleich 92% ihn als das mit Abstand teuerste Bezahlverfahren bezeichnen.

Neben der Zahlungsabwicklung untersucht die Studie auch die Haltung der Versicherungsunternehmen zu den Themenfeldern Instant Payment, PSD2 und Payment Service Provider.

Beim Thema Instant Payment haben fast alle Versicherer eine gute Vorstellung davon, was das ist und welche Anforderungen dadurch entstehen. Das Gros hält den Einsatz von Instant Payment sowohl für das Inkasso (48%) als auch das Exkasso (50%) für überlegenswert für die Versicherungswirtschaft. Im Inkasso wollen die sofortige Zahlung 22% und im Exkasso 27% der Befragten unbedingt einsetzen.

Anders sieht es bei der neuen Zahlungsdienstrichtlinie aus: Die PSD2 und ihre Auswirkungen ist einem Drittel der Versicherer wenig bis überhaupt nicht vertraut. Beim Thema Payment Service Provider (PSP) beklagen die Experten, dass die PSPs noch nicht ausreichend auf die Anforderungen der Versicherungen vorbereitet sind. Vereinzelt beklagen die Versicherungen, dass die Zahlungsdienstleister die Prozesse der Versicherungen nicht verstehen – insbesondere wenn es um wiederkehrende Zahlungen geht.

Das Fazit der Expertenbefragung: Die hohe Beteiligung durch die Experten bestätigt die Aktualität sowie die Relevanz des Themas Zahlungsverkehr in der Versicherungswirtschaft. Wie die Ergebnisse zeigen, dominieren heute und wohl auch in naher Zukunft weiter die etablierten Verfahren. Jedoch sind die alternativen Zahlungsverfahren für die Assekuranz nicht vernachlässigbar: Kundennachfragen und neue Geschäftsmodelle bzw. Versicherungsprodukte sind nur wenige Themen, die in diesem Kontext zu hinterfragen sind. Neue regulatorische Vorgaben, wie die PSD2 oder Instant Payments, sind zudem bei der Umsetzung der zukünftigen Zahlungsverkehrskonzepte zu berücksichtigen. Auch wenn diese aktuell nur bedingt Potenzial erwarten lassen, zeigen vereinzelte Ansätze bereits heute Möglichkeiten auf, wie diese Veränderungen zu neuen Produkten führen oder die Prozesse deutlich effizienter machen können.

Mit den Zahlungsprozessen der Versicherungen sind ein Drittel der Experten nicht zufrieden. In diesem Kontext scheint eine tiefere Analyse sinnvoll, denn wie man unter anderem aus Erfahrungen aus der Kreditwirtschaft weiß, sind die Kosten und Aufwände der einzelnen Prozessschritte von Institut zu Institut teilweise um ein Vielfaches höher. Hier liegt sicherlich auch noch Forschungs- sowie Optimierungsbedarf für die Zukunft.

Weitere Information zur Studie finden Interessierte unter: https://www.ppi.de/versicherungen/versicherungsbetrieb-der-zukunft/bezahlverfahren-in-der-versicherungswirtschaft/

>> Pressemitteilung (pdf)

Die Digitalisierung stellt gegenwärtig sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung für den Einzelhandel dar. Zu diesem Zweck führt ibi research an der Universität Regensburg zusammen mit über 40 IHKn und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Händlerbefragung durch. Das Ziel dieser Umfrage ist es, herauszufinden, wie der Einzelhandel mit dem Thema Digitalisierung umgeht. Vieles ist in diesem Zusammenhang noch unklar, insbesondere wie sich der Umfang der Digitalisierung in den nächsten Jahren ändern wird und ob dies den Einzelhandel zunehmend unter Druck setzen wird oder eher neue Möglichkeiten bietet.
 
Um diese Fragen beantworten zu können, bitten wir On- und Offline-Händler um ihre Teilnahme. An der Befragung können Händler unter folgendem Link teilnehmen: www.ibi.de/Handelsstudie2017
 
Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 15 Minuten. Die Aussagen werden selbstverständlich vertraulich behandelt und anonym ausgewertet.
 
Es würde uns sehr freuen, wenn zahlreiche Händler uns bei unserem Vorhaben unterstützen und bis zum 28.7.2017 an der Befragung teilnehmen.
 
Gerne kann die Befragung auch an eine Kollegin oder einen Kollegen weitergeleitet werden.
 
Die Studienergebnisse werden dann im September 2017 kostenlos veröffentlicht.

Georg Schardt ist seit 2009 Teil der SOFORT GmbH und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Versandhandel. Als Geschäftsführer der SOFORT GmbH verantwortet er die Bereiche Regulierung, Public Affairs und Bankenkooperationen. Im folgenden Interview wurde er von uns zu Instant Payments und PSD2 befragt:

Warum ist die PSD2 für die europäische Wirtschaft eine Chance?
Die PSD2 fördert innovative Geschäftsmodelle rund um das Bankkonto. Sie schafft Rechtssicherheit für bereits etablierte Verfahren am Markt und ermutigt zu neuen kontobasierten Lösungen. Rechtmäßig in die nationale Gesetzgebung implementiert, können Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste zukünftig darauf vertrauen, ihre Dienstleistungen in allen 28 EU-Mitgliedstaaten unter fairen Wettbewerbsbedingungen anbieten zu können.

Sind Instant Payments wirklich „the hot topic“ des Zahlungsverkehrs? Wie stehen Sie als SOFORT dazu?
Wir begrüßen jede Art von Innovation, die die Servicequalität und Geschwindigkeit für alle Stakeholder erhöht. Wir hoffen, dass „Instant Payments“ schnell umgesetzt werden können. Eine lange Umsetzungszeit wie beispielsweise bei der Umstellung auf SEPA wird eher Schaden als Nutzen bringen und birgt die Gefahr der Fragmentierung, da SCTInst für die einzelne Bank nicht verpflichtend ist.

Ist der Vorschlag der EBA zu den RTS1 (bezogen auf SCA2 und CSC3) ein guter Vorschlag?
Die PSD2 sieht eindeutig vor, dass für regulierte Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste sowohl der direkte Zugang (über die Online-Banking-Plattform) als auch der indirekte Zugang (über eine API) zum Bankkonto möglich ist, sofern der Kunde zustimmt. Der Entwurf der EBA zu den RTS räumt den Banken an dieser Stelle allerdings ein Wahlrecht ein – wenn sie eine dedizierte API entwickeln, können sie damit den direkten Zugang über die Online-Banking-Plattform versperren. Damit sind aus unserer Sicht die RTS weder technisch neutral, noch folgen sie der Vorgabe der PSD2 sowohl den direkten als auch den indirekten Zugang zum Bankkonto zu erlauben. Wäre dieser Vorschlag unverändert von der Europäischen Kommission angenommen worden, wären bankenunabhängige Anbieter abermals vom Wohlwollen der Banken abhängig gewesen, was die gesamte Intention der PSD2 auf den Kopf gestellt hätte, sollten doch gerade diese Anbieter vor Wettbewerbsbehinderungen durch Banken geschützt werden. Glücklicherweise hat die Kommission diese Gefahr erkannt und den Entwurf der EBA um eine sog. „fallback“ Lösung ergänzt: Sobald die speziellen APIs nicht die gleiche Verfügbarkeit und Datenqualität aufweisen wie das ursprüngliche Online-Banking, kann dieses wieder direkt von uns als lizenziertem Drittdienst genutzt werden. Dadurch wird eine Behinderung mittels mangelhafter APIs erheblich erschwert. Allerdings sind in diesem Zusammenhang auch noch viele Fragen offen. Wir werden daher aufmerksam beobachten, wie der Text von den unterschiedlichen Aufsichtsbehörden interpretiert wird.

Werden rein nationale Lösungen langfristig Bestand haben?
Nationale Lösungen, also Angebote, die nicht international funktionieren, werden im grenzüberschreitenden E-Commerce langfristig keine Überlebenschance haben. Dominante amerikanische Player zeigen es und sind bereits heute auch international bestens aufgestellt. Auch deutsche Händler richten sich immer internationaler aus und fusionieren immer häufiger mit europäischen Anbietern. Und auch bei Payment-Service-Providern sehen wir dieselbe Entwicklung: PSP bieten Händlern ihre Leistungen global an. Nationale Geschäftsmodelle sind überholt, sodass nationale Lösungen mittelfristig definitiv auch hier verschwinden werden.

Welche neuen Geschäftsmodelle werden möglich?
Die PSD2 ermöglicht grundsätzlich neue Dienste rund um das Bankkonto. Bereits heute gibt es europaweit schon viele Unternehmen, die auf Basis der PSD2 Dienste im Bereich von Buchhaltungssoftware oder Personal Finance Management anbieten.

Können auch Banken davon profitieren?
Definitiv, Banken profitieren von Multibanking-Lösungen schon heute. Das generelle Problem einer Bank ist jedoch, dass eine Lösung, die nur Kunden einer Bank angeboten wird, zwangsläufig nicht skalierbar und damit interessant für den Händler als auch den Endkunden ist. Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste setzen genau dort an und machen das Bankkonto der einzelnen Bank ubiquitär im Internet einsetzbar und damit wertvoller ‒ für Verbraucher und Händler gleichermaßen. Kurz um: Die PSD2 löst hier das Problem der Fragmentierung von Banken und schützt damit die Kundenbeziehung zwischen Bank und Verbraucher, ohne das Banken selbst investieren müssten.

Wie sehen Sie Ihre zukünftige Entwicklung in diesem neuen Umfeld?
Kontobasiertes Zahlen wird weiter überdurchschnittlich wachsen, weil es für den Endkunden einfach und sicher ist. Auch Händler favorisieren kontobasierte Bezahlmethoden, weil es für sie der direkteste und sicherste Weg einer Online-Zahlung ist. Die Umsetzung der PSD2 wird unser Wachstum (aktuell nutzen mehr als 40.000 Händler SOFORT) weiter steigern.

Wie sehen Sie die SOFORT im Kontext von Cross Channel Payments?
Aktuell konzentrieren wir uns ausschließlich auf den Online-Handel.

Blicken wir in die Zukunft: Was erwarten Sie von einer PSD3?
Wichtiger für mich ist die Umsetzung der PSD2 in 2018. Danach wird man sehen, wo Nachbesserungsbedarf besteht und wie die verantwortlichen Regulierer mit möglichen technischen Innovationen umgehen. Die ersten Gespräche zur PSD2 gab es 2010. Das heißt, bis zum Inkrafttreten der Regelung hat es nun acht Jahre gedauert. Die Erwartungen an mögliche Änderungen einer PSD3 sollten – allein aus zeitlichen Gründen ‒ daher nicht allzu hoch sein.

1 regulatory technical standards = regulatorische technische Standards
2 (requirements of) strong customer authentication = (Anforderungen an) starke Kundenauthentifizierung
3 (requirements for) common and secure open standards of communication = (Anforderungen an eine) sicheren Kommunikation

Digitale Vertriebs- und Kommunikationskanäle werden auch beim Handel mit Geschäfts- und Firmenkunden immer wichtiger. Geändertes Kunden- und Einkäuferverhalten verlangen von Herstellern und Großhändlern durchdachte E-Commerce-Lösungen, um den Anforderungen der Kunden zukünftig gerecht zu werden.

Es fehlen aber häufig Erfahrungen aus der Praxis als auch aus der Forschung, wie man dieser Herausforderung begegnet. Bisherige Untersuchungen und Erfahrungsberichte legen den Fokus in den meisten Fällen auf das Geschäft mit den privaten Endverbrauchern, den Konsumenten. Die letzten Jahre lieferte der sogenannte B2C-E-Commerce jährlich zweistellige Wachstumsraten, was sicherlich auch zur Dominanz dieses Themas in der öffentlichen Wahrnehmung beiträgt. Jedoch gewinnt der B2B-E-Commerce, also der Handel zwischen Unternehmen über das Internet, stark an Bedeutung und rückt immer stärker in den Fokus der Unternehmen, Dienstleister oder auch der Plattformanbieter. Bedenkt man nur die deutlich höheren im B2B-E-Commerce erzielten Umsätze, ist dies auch verständlich.

Um den B2B-E-Commerce und seine Herausforderungen näher zu analysieren, haben Creditreform, SIX Payment Services und ibi research gemeinsam eine Expertenbefragung durchgeführt. Dabei sollte analysiert werden, wie die E-Commerce-Experten verschiedener, meist mittelständischer, Unternehmen mit dem Thema „Online-Ein- und -Verkauf“ umgehen. Hierzu wurde neben der Erhebung des Status quo auch auf Herausforderungen bei der Umsetzung einer B2B-E-Commerce-Strategie eingegangen sowie wurden die zukünftigen Trends analysiert.

Die Einzelinterviews und Ergebnisse der Expertenbefragung im Rahmen der vorliegenden Studie „Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce 2017“ zeigen eindeutig, dass das Thema B2B-E-Commerce eines der kommenden Themen der Online-Branche sein wird und hier gerade zahlreiche Aktivitäten gestartet werden. So stieg in den letzten beiden Jahren bei 88% der befragten Unternehmen der Anteil der Online-Käufe am gesamten Einkauf deutlich an. Für die kommenden fünf Jahre erwarten die Experten einen weiteren Anstieg. Als wesentlichen Grund für die generell zunehmende Bevorzugung des Online-Kaufs nennen Experten die praktischere und schnellere Abwicklung.

Ein Hauptgrund für die positive Entwicklung des B2B-E-Commerce ist nach Meinung der Experten, dass sich das private Online-Verhalten der Mitarbeiter nun verstärkt auch im geschäftlichen Alltag zeigt. Die Bequemlichkeit, Schnelligkeit und auch die größere Auswahl, die der Einkauf über das Internet mit sich bringt, wird von den Online-Shoppern sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld erwartet, da sind sich fast alle Experten einig. 80% der Experten sind deshalb der Meinung, dass B2B-Shops sich zunehmend an den Funktionen, Abläufen und dem Komfort der B2C-Shops orientieren müssen.

Immer mehr Unternehmen nutzen außerdem B2B-Marktplätze (26%) für den Online-Verkauf ihrer Produkte und Leistungen.

Die wichtigsten Gründe für die Entscheidung, Produkte/Leistungen online zu verkaufen, waren laut den Befragten die Zeitersparnis im Vertrieb und Verkauf sowie die Digitalisierung von Prozessen und die Steigerung der Produktivität. Zwei Drittel der Unternehmen haben eine externe Agentur für die Abwicklung des E-Commerce-Projekts beauftragt.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

  • Unternehmen tätigen die meisten Käufe über Online-Kanäle von Geschäftspartnern, ein weiteres Wachstum des Online-Anteils bis 2022 wird erwartet
  • B2C-Verhalten „färbt“ ab
  • Zahlungsverfahren spielen auch im B2B-Bereich eine große Rolle
  • B2B-Online-Shops agieren häufig international, hoher Customizing-Aufwand
  • Marktplätze halten auch im B2B-Bereich Einzug
  • Kombination aus Online- und Offline-Marketing im B2B sinnvoll
  • Der Einstieg in den E-Commerce als strategisches Projekt
  • Angst vor der Komplexität eines B2B-Shop-Projekts

 Die vollständige Studie „Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce 2017“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: http://www.ibi.de/B2B-Studie

Der stationäre Einzelhandel befindet sich im ständigen Wandel. Dies wurde auch von Städten und örtlichen Verbänden erkannt. Digitale lokale Initiativen sind daher seit einiger Zeit Hoffnungsträger für Kommunen, Städte und Regionen, aber auch für stationäre Einzelhändler. Infolgedessen werden in Deutschland neue Kooperationsprojekte bzw. Initiativen gestartet, um die Zukunft der stationären Einzelhändler und die der Innenstädte zu sichern. Dies führt wiederum dazu, dass es zunehmend schwieriger wird, einen Überblick über die einzelnen Initiativen zu behalten und deren Unterschiede zu erkennen.

Um die Zusammenhänge besser verstehen zu können, haben wir zu diesem Thema ein Forschungsprojekt gestartet, bei dem unter anderem eine Online-Umfrage für stationäre Einzelhändler durchgeführt wird.

Hier geht es zur Umfrage: www.ibi.de/digitale-lokale-initiativen

Im Rahmen dieser Online-Umfrage sollen die Erfahrungen des Handels mit bestehenden digitalen lokalen Initiativen ermittelt werden. Zudem werden die Zielsetzungen sowie die Erwartungen an solche Initiativen untersucht und die relevanten Erfolgsfaktoren analysiert.

Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 15 bis 20 Minuten.

Die Teilnehmer der Umfrage können an unserer Verlosung teilnehmen und folgende Preise gewinnen:

  • 1 x eine kostenlose E-Commerce-Beratungssprechstunde in Regensburg oder alternativ auch telefonisch
  • 2 x einen kostenlosen Gutschein zur Teilnahme am ibi-Intensivseminar „Einstieg in den E-Commerce“ in Regensburg am 25.10.2017 im Wert von je 99 €
  • 5 x eine kostenlose Eintrittskarte für den E-Commerce-Tag Regensburg am 26.10.2017 im Wert von je 99 €

Die Ergebnisse der Untersuchung werden nach Abschluss der Auswertung in Form einer kostenlosen Studie zur Verfügung gestellt. Informationen über die Veröffentlichung der Studie erhalten Interessierte über den E-Commerce-Newsletter.

Dauer der Online-Umfrage: 13.06.2017 bis 13.08.2017