Der Countdown für die wichtigste Umstellung seit der Euro-Einführung im deutschen Zahlungsverkehr läuft, doch nur wenige Unternehmen, Behörden und Vereine haben ihn bislang wahrgenommen. Die meisten hinken bei der Umsetzung der verbindlichen und auf den 1. Februar 2014 terminierten Vorgaben zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) deutlich hinterher. Dies zeigt die aktuelle Befragung „SEPA-Umsetzung in Deutschland“, die ibi research nun zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten zusammen mit van den Berg, dem Bank-Verlag und InterCard durchgeführt hat.

Das Software-Update zu spät erhalten, technische Probleme, krankheitsbedingte Ausfälle von verantwortlichen Mitarbeitern, vom Tagesgeschäft eingeholt oder einfach die Tragweite unterschätzt – es gibt viele Gründe, warum Unternehmen wenige Monate vor der endgültigen Umstellung noch nicht bereit für SEPA sind. Doch SEPA steht unmittelbar vor der Tür und vielen Unternehmen, Organisationen und Vereinen läuft die Zeit davon, denn die europäische Gesetzgebung sieht vor, dass bereits zum 1. Februar 2014 die bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren abgeschafft werden. Ab diesem Zeitpunkt müssen die SEPA-Überweisung und die SEPA-Lastschrift verbindlich verwendet werden.

Für deren Nutzung sind jedoch zum Teil umfangreiche organisatorische und technische Anpassungen erforderlich: Vor allem für große Unternehmen stellt die erfolgreiche Einführung von SEPA einen hohen Aufwand dar. Sie rechnen mit einem Aufwand von durchschnittlich 1.654 Personentagen im Gegensatz zu kleinen Unternehmen mit durchschnittlich 84 und mittleren Unternehmen mit 359 Personentagen. Zu den größten Herausforderungen zählen hierbei die Anpassung der internen IT-Systeme und die Einholung schriftlicher Lastschriftmandate, so die Studie.

Trotz der Warnungen werden die meisten Schritte zur SEPA-Umstellung erst im 4. Quartal erfolgen. Das bedeutet, erste Testtransaktionen sowie die hauptsächliche Umstellung und der Abschluss von Restarbeiten erfolgen deshalb vielfach zu spät.

Fallen Lastschrifteingänge aber aufgrund einer verspäteten Umstellung aus, kann es bei 27 Prozent der Befragten schon innerhalb von fünf Tagen zu Liquiditätsproblemen kommen. Deswegen sollten Sie die verbliebenen drei Monate dringend nutzen, um die Umstellung noch bis zum 1. Februar 2014 erfolgreich bewältigen zu können. Wie Sie dabei vorgehen können, zeigen Top-Experten beim ibi-Seminar am 22. Oktober in Berlin kompakt und in praxisnaher Form anhand von Live-Demonstrationen. Die gemeinsame Veranstaltung von van den Berg, EFiS und ibi research an der Universität Regensburg bietet auch ausreichend Gelegenheit für Ihre Fragen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie unter:
http://sepa-wissen.de/veranstaltungen.html

Außerdem werden auch zentrale Ergebnisse der Studie „SEPA-Umsetzung in Deutschland“ vorgestellt, wie zum Beispiel:

  • SEPA ist etwa einem Fünftel der Befragten noch nicht bewusst: 22 % haben nach eigenen Angaben nur vage Vorstellungen von SEPA oder sogar noch nie etwas davon gehört.
  • Erst ein Drittel der Unternehmen nutzt die SEPA-Überweisung.
  • Bei 20 % der Befragten steht der Termin zur finalen Umstellung auf die SEPALastschrift noch immer nicht fest.
  • Die ausschließliche Nutzung der SEPA-Lastschrift soll bei vielen Unternehmen allerdings erst Ende 2013 oder gar Anfang 2014 erfolgen.
  • Befragte, die SEPA-Lastschriften nutzen oder dies vorhaben, können nicht lange auf die Lastschrift verzichten: 27 % der befragten Unternehmen gaben an, bereits nach 5 oder weniger Tagen durch fehlende Lastschrifteingänge in Liquiditätsprobleme zu kommen.
  • Viele Unternehmen haben nicht schriftlich vorliegende Einzugsermächtigungen für ihre bestehenden Lastschrifteinzüge.
  • 11 % der Befragten rechnen damit, dass ihre Systeme erst nach dem 1. Februar 2014 auf SEPA umgestellt sind.

Die komplette Studie „SEPA-Umsetzung in Deutschland“ sowie eine SEPA-Checkliste stehen unter folgendem Link kostenlos zum Download zur Verfügung: www.sepa-wissen.de