Ein Drittel aller Online-Händler hatte in der Vergangenheit bereits mit Cybercrime zu tun. Die Hälfte von ihnen wurde bereits Opfer von Erpressungsversuchen. Von den Betroffenen wurden 66 Prozent mit einer sogenannten DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service)  erpresst. Zu diesem Zwischenergebnis kommt eine Umfrage, die das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg durchführt.

Mit Hilfe von DDoS-Attacken versuchen Kriminelle mithilfe massenhafter Seitenzugriffe, den Server des Händlers lahmzulegen. Wie kritisch solche Attacken in der Weihnachtszeit sein können, zeigt das Beispiel des Online-Shops eines großen Elektronik-Fachmarkts. Dieser musste sogar offline gehen, nachdem er massiv mit DDoS-Attacken angegriffen wurde. Dabei wurden zwar keine Kundendaten entwendet, der Umsatzausfall dürfte aber gerade in der Weihnachtszeit erheblich gewesen sein.

Vor dem Hintergrund, dass Informationssicherheit laut aktueller Auswertung für 70 Prozent der Online-Händler einen hohen bis sehr hohen Stellenwert einnimmt, zeigt der Anteil der von Cybercrime Betroffenen, dass noch viel Handlungsbedarf besteht.

Über die Studie
ibi research an der Universität Regensburg führt in Kooperation mit der Brainloop AG eine Online-Befragung zum Thema „Informationssicherheit im E-Commerce“ durch. Die Studie erhebt den Status quo von Online-Händlern in den Bereichen Datenschutz und Informationssicherheit. Alle Online-Händler sind herzlich eingeladen, noch an der Umfrage unter http://www.ibi.de/isiec_2014 teilzunehmen. Die Ergebnisse zu Cybercrime sind ein vorläufiger Zwischenbericht, die Befragung läuft noch bis Ende Januar. Die finalen Ergebnisse der Studie werden im März kostenlos auf der Internetseite http://www.ibi.de veröffentlicht.