Bei der Auswahl von Bezahlverfahren achten Händler vor allem auf die direkten Kosten wie Transaktionsgebühren und zu wenig auf die Gesamtkosten, die bei der Anwendung des Verfahrens entstehen. Dadurch werden möglicherweise zu hohe Folgekosten verursacht und Ertragspotenziale verschenkt. Denn die indirekten Kosten von Bezahlverfahren, verursacht beispielsweise durch Zahlungsausfälle und Retourenmanagement, haben direkte Auswirkung auf die Handelsspanne. Das sind die ersten Zwischenergebnisse einer noch laufenden Studie zu den Kosten von Bezahlverfahren im Online-Handel, die durch das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg durchgeführt wird.

Ziel der Umfrage ist die Gegenüberstellung der Gesamtkosten einzelner Bezahlverfahren, die in Online-Shops zum Einsatz kommen. Laut ersten Zwischenergebnissen geben Online-Händler die Kosten für ein Bezahlverfahren als Hauptentscheidungskriterium bei der Auswahl der einzelnen Verfahren an, auf den weiteren Plätzen folgen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit. Beim genaueren Blick auf die Kosten offenbart die Studie, dass E-Commerce-Händler vor allem auf das Disagio, also die direkten Kosten eines Bezahlverfahrens achten. Weit weniger im Fokus stehen dagegen indirekte Kosten, wie beispielsweise der Aufwand für Mahn- und Inkassoverfahren oder für die Rückabwicklung von Zahlungen im Retourenfall. Dabei sind diese so genannten Folgekosten durchaus signifikant.

Die Studie läuft noch bis zum 17. August 2014. Die endgültigen Ergebnisse der Befragung werden im September 2014 veröffentlicht. Händler profitieren durch die Teilnahme an der Umfrage, da durch die Befragung ein aktueller Überblick über die Kostenentwicklungen im Bereich der Bezahlverfahren entsteht. Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Auswertung kostenlos zur Verfügung gestellt und können Online-Händlern dann unter anderem dazu dienen, Entscheidungen über den Einsatz von Bezahlverfahren zu fundieren.

Hier geht es zur Umfrage: www.ibi.de/zvkosten

Die Beantwortung unserer Fragen dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Ihre Aussagen werden selbstverständlich vertraulich behandelt, an keine Dritten gegeben und anonym ausgewertet.

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