Stefan Bures ist Gründer und CEO von metoda. Seit 2012 beschäftigt sich metoda bereits erfolgreich mit Methoden zur Erhebung und Analyse von Marktdaten, Preisen und Nachfragetrends in Echtzeit im E-Commerce. Stefan Bures ist dieses Jahr auch Redner auf dem ibi-B2B-Forum am 4.5. in Frankfurt. In seinem Vortrag spricht er zu Dynamic Pricing im B2B-E-Commerce und die Auswirkungen auf die klassische B2B-Preisdarstellung. ibi research hat im Vorfeld dazu auch mit Stefan Bures gesprochen:

1. Das Thema Repricing wird für den Handel immer wichtiger. Können Sie uns kurz erläutern, was Repricing bezweckt und wie dieses Instrument eingesetzt wird?
Bures: Repricing beschreibt die datenbasiere, automatisierte Preisstellung im E-Commerce. Der Preis ist für den Konsumenten, aber auch auf Preissuchmaschinen und E-Commerce-Marktplätzen, das Entscheidungskriterium Nummer eins. Häufig entscheiden Cent-Beträge darüber, wer das Geschäft macht. Mit einem modernen Repricing kann der Handel eine stringente Preisstrategie umsetzten, die unter Berücksichtigung von Marge-Vorgaben innerhalb definierter Parameter jederzeit den im Wettbewerb idealen Preis erzielt.

2. Für welche Händler kommt Repricing infrage, ab wann sollte der Handel Repricing-Strategien entwickeln?
Bures: Generell profitiert jeder Händler von einer guten Repricing-Strategie. Positive Effekte können auch schon in kleineren Sortimenten erzielt werden. Normalerweise sind die Kosten abhängig davon, wie intensiv die entsprechenden Systeme genutzt werden. In wettbewerbsintensiven Märkten kann der Einsatz daher auch für kleinere Marktteilnehmer lohnenswert sein.

3. Im B2C-Handel ist die digitale Preisoptimierung schon Alltag. Wie sieht es im B2B-Handel aus und können Sie Unterschiede in der Herangehensweise erkennen?
Bures: Im Online-B2B-Segment ist die Marktplatz-Idee auf dem Vormarsch, siehe Amazon Business oder auch eBay Business Supply. Die Entwicklung heizt den Wettbewerb an und sorgt für transparentere Preise. Daher gewinnt das Thema Repricing auch im B2B-E-Commerce zunehmend an Bedeutung. In der Vergangenheit bremste die schlechte Vergleichbarkeit verschiedener B2B-Angebote die Entwicklung. Dieses Problem dürfte sich mit steigender Marktplatz-Nutzung aber erledigt haben, sodass Repricing auch im B2B-Segment seine volle Wirkung entfalten kann.

4. Und in der Intensität? Wie stark wird Repricing angewendet?
Bures: Exakt beziffern lässt sich das natürlich nicht. Doch wer vorne mitmischen will, der kommt heute um eine datenbasiere Preisstrategie nicht mehr herum. Alle unsere Daten bestätigen, dass die erfolgreichsten Händler Repricing schon heute sehr effektiv einsetzen. Es liegt aber auch noch immer viel Potential brach. Wir sehen in vielen Marktbereichen Anbieter, die sich unter Wert verkaufen, weil keine konsequente Daten- und Preisstrategie verfolgt wird. Dabei können die Effekte auf Umsatz, Marge und Gewinn immens sein.

5. Wie hilft metoda dem Handel hierbei?
Bures: Wir liefern mit unserer Self-Service-Lösung Price API die benötigten Preisdaten – international und in Echtzeit. Die Price-API-Daten bilden also die Basis für eine moderne Preisstrategie, die im Wettbewerb preislich immer das Optimum erzielt.

Mehr zum Thema erfahren Interessierte auch beim Vortrag von Stefan Bures „Dynamic Pricing im B2B-E-Commerce und Auswirkungen auf klassische B2B-Preisdarstellung“ auf dem ibi-B2B-Forum in Frankfurt. Weitere Informationen zum Thema B2B-E-Commerce erfahren Interessierte auch beim ibi-B2B-Forum am 4.5.2017 in Frankfurt: www.ibi.de/B2B