Wie die Bearbeitung und Archivierung von Ein- und Ausgangsrechnungen in den einzelnen Unternehmen abläuft, kann sehr unterschiedlich sein. Während einige Unternehmen ausschließlich auf Papier setzen, nutzen andere elektronische Prozesse – insbesondere seitdem die rechtlichen Rahmenbedingungen 2011 durch den Gesetzgeber neu gefasst wurden: Elektronische Rechnungen sind Papierrechnungen gleichgestellt, und durch den Wegfall der Signaturpflicht ist der Versand elektronischer Rechnungen stark vereinfacht. Mit einer aktuellen Befragung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) will nun die Mittelstand 4.0-Agentur Handel ermitteln, wie die Rechnungsabwicklung derzeit bei den Unternehmen abläuft.

Die Digitalisierung hält in sämtlichen Unternehmensbereichen Einzug. Auch die Prozesse in der Rechnungsabwicklung werden bei den Unternehmen zunehmend digitalisiert – angefangen von der Erstellung der Rechnung, über deren Versand und Empfang bis hin zur Bearbeitung, Archivierung und Bilanzierung. Dies bedeutet für die Unternehmen oftmals spürbare Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen im Vergleich zur papier- bzw. beleghaften Rechnungsabwicklung. Dass das Thema in der unternehmerischen Praxis relevanter denn je ist, zeigt sich auch an aktuellen Themen, etwa den bei Betriebsprüfungen relevanten Vorschriften der Finanzverwaltung zum Umgang mit elektronischen Dokumenten (GoBD), dem jüngst verabschiedeten E Rechnungs-Gesetz oder der Entwicklung eines Standardformats zur Übermittlung elektronischer Rechnungen (ZUGFeRD).

Während elektronische Rechnungen insgesamt immer mehr an Bedeutung gewinnen, sehen sich aber gerade kleine und mittlere Unternehmen bei der Umstellung noch vor Herausforderungen gestellt. Mit der aktuellen Befragung möchte die Mittelstand 4.0-Agentur Handel im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) daher auch ermitteln, wie stark die elektronische Rechnungsabwicklung im unternehmerischen Alltag bereits genutzt wird, was die Unternehmen dabei besonders beschäftigt und vor welchen Herausforderungen sie stehen. Um zu ermitteln, ob und wie sich die Situation in den vergangenen Jahren verändert hat, werden die Ergebnisse der Umfrage mit einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2015 verglichen.

Unternehmen gelangen über den Link www.ibi.de/erechnung2017 direkt zur Befragung und können bis zum 2. Juli 2017 daran teilnehmen.