Der alljährliche Partnertag von ibi research an der Universität Regensburg am vergangenen Freitag war ein ganz besonderer, denn das Forschungsinstitut feierte mit seinen aus Banken, Beratungsunternehmen, IT-Dienstleistern und Softwarehäusern bestehenden Netzwerkpartnern seinen 20. Geburtstag.

Anlässlich des Jubiläums stand 2013 ausnahmsweise einmal nicht die aktuelle Forschungsagenda von ibi research, sondern die bewegte Geschichte im Vordergrund: Geschäftsführer Prof. Dr. Hans-Gert Penzel und ibi-Gründer Prof. Dr. Dieter Bartmann informierte die rund 70 Anwesenden über die Motive der Gründung, die 1993 in der Satzung des damals noch gemeinnützigen Instituts festgelegt wurden. Dazu gehörten Eckpfeiler wie „Wissenschaftliche Erkenntnisse erarbeiten und prototypisch in der Praxis umsetzen“ und „Erkenntnisse durch Publikationen und Seminare verbreiten“. Die konsequente Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis wurde schnell zu einer Erfolgsgeschichte, die mehrere Umzüge und eine Umwandlung in eine GmbH erforderlich machten. Über den Zahlungsverkehr hinaus wurden etwa mit dem Bereich „E-Commerce“ neue Forschungs- und Geschäftsfelder erschlossen. Die Competence Center-Leiter Dr. Anja Peters (Retail Banking), Dr. Ernst Stahl (E-Business) und Dr. Gregor Zellner (Governance & Controlling) stellten anschließend aktuelle Projekte und Studien wie das „ibi Website Rating 2014“, die „SEPA-Umsetzung in Deutschland“ und die Industrialisierung des Service-Geschäfts vor, bevor Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Dieter Bartmann in einem Vortrag die Bedeutung des Computers im Arbeitsleben, der den Mensch als Ideengeber auch in Zukunft nicht ersetzen kann, thematisierte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichteten langjährige und neue Partner in lockeren Gesprächsrunden über die Gründe der Kooperation mit ibi research. „Die Partnerschaft mit ibi research ist so wertvoll, weil eine Fort- oder Weiterentwicklung nur durch eine Vernetzung von Wissenschaft und Praxis optimal funktioniert“, schilderte Otto Kirsch, Bereichsleiter des Sparkassenverbands Bayern seine Erfahrung. In dieses Horn des Lobes stieß auch Prof. Dr. Konrad Wimmer, Leiter Strategische Themenentwicklung der msg Gillardon AG: „ibi research untersucht seit vielen Jahren sehr kompetent die Entwicklungen im Bankgeschäft. Für uns ist es als Dienstleister in dieser Branche wichtig, frühzeitig Forschungsergebnisse zu erhalten, um entsprechend auf die Marktveränderungen mit unserem Angebot reagieren zu können.“

Gemäß eines weiteren Kernpunktes der ibi-Satzung aus dem Jahre 1993 – „Führungskräfte in der Wirtschaftsinformatik, insbesondere Bankinformatik heranbilden“ – kamen ehemalige Mitarbeiter und Doktoranden zu Wort, die ihre Zeit am Regensburger Forschungsinstitut allesamt als prägend für ihren weiteren beruflichen Werdegang schilderten. Dr. Carsten Stockmann von Mayflower Capital, der am ibi promovierte und dort auch an der Gründung mehrerer Direktbanken beteiligt war, appellierte an die Netzwerkpartner, die ibi-Ideen noch schneller in ihre Unternehmensstrategien einfließen zu lassen: Durch zu langes Zögern hätten die Partnerbanken in den 90er-Jahren nach Schilderungen Stockmanns die Chance verpasst, sich die allererste Banken-Website ans Revers heften zu können. Deswegen müsse ibi research auch in Zukunft weiter einen Schritt voraus sein und sich die Innovationskraft bewahren, lautete dann auch der Wunsch der Teilnehmer bezüglich der zukünftigen Ausrichtung.

„Ein würdiger zwanzigster Geburtstag! Die Besucherkommentare, die bei mir ankamen, waren durchweg positiv bis euphorisch“, resümierte ibi-Geschäftsführer Prof. Dr. Hans-Gert Penzel. Stefan Wloch, Bereichsleiter Produkt- und Prozessmanagement im Bereich Group Banking Operations bei der Commerzbank bestätigte: „Ich schätze den Partnertag jedes Jahr aufs Neue. Das ist eine tolle Veranstaltung, die einen gelungen Rahmen für den Austausch zu fachlichen Themen und aktuellen Markttrends bietet.“

Einen gelungenen Abschluss des Tages stellte der anschließende Besuch der Thurn und Taxis Schlossfestspiele dar. Max Raabe und das Palastorchester schlugen mit dem Programm „Für Frauen ist das kein Problem“ eine – zumindest für die Teilnehmer des Partnertages ersichtliche Brücke – zur Gründung von ibi research im Jahre 1993. Schon damals hätten laut Prof. Dr. Dieter Bartmann die potenziellen Geldgeber des Forschungsinstituts angesichts des Konzepts nämlich gesagt: „Für Bankiers ist das kein Problem“ – und damit die Grundlage für mittlerweile zwei Jahrzehnte Forschung gelegt.