Aktuelle Meldungen

Wenn Sie sich in unseren ibi Newsletter eintragen, halten wir Sie per E-Mail auf dem Laufenden. Sollten Sie eine Information vermissen oder weiteres Pressematerial benötigen, kontaktieren Sie uns.

 

Die Digitalisierung macht auch vor dem Großhandel nicht halt. Digitale Vertriebs- und Kommunikationskanäle werden beim Handel mit Geschäfts- und Firmenkunden immer wichtiger. Das geänderte Kunden- und Einkäuferver-halten verlangt von Herstellern und Großhändlern durchdachte (E-Commerce-)Lösungen, um den Anforderungen der Kunden zukünftig gerecht zu werden. Wie die Branche auf diese Herausforderung reagieren kann, zeigt das ibi-Seminar B2B-E-Commerce. Dabei fokussieren wir uns auf die Grundlagen für den Aufbau eines Online-Shops sowie die Nutzung von Amazon Business.

Das Tagesprogramm:

09:30 Uhr: Begrüßung und Einführung

09:45 Uhr: B2B-E-Commerce – eine Momentaufnahme

  • Marktüberblick und Marktstruktur
  • Zukünftige Trends

10:30 Uhr: Das B2B-Shop-Projekt – ein Erfahrungsbericht

  • Ausgangssituation, Zielsetzungen und strategische Überlegungen
  • Projektaufbau und -planung
  • Prozesserfassung und -optimierung
  • Partner- und Technologieauswahl

13:15 Uhr: Amazon im B2B- und B2C-E-Commerce

  • Warum kaufen Unternehmen und Konsumenten auf Amazon?
  • Was ist das Erfolgsmodell von Amazon?
  • Amazon Retail (Vendor) im Vergleich zu Amazon Marketplace (Seller)
  • Möglichkeiten und Risiken der einzelnen Modelle
  • Amazon Internationalisierung (PAN-EU)

15:30 Uhr: Fokus: Amazon Business

  • Wie funktioniert Amazon Business?
  • Wie sich Amazon Business bisher entwickelt hat – ein Erfahrungsbericht
  • Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen (Produktauswahl, Logistik, Kalkulation, …)
  • Ausblick und zukünftige Entwicklungen

16:30 Uhr: Zusammenfassung und offene Fragerunde

17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Referenten:

  • Klaus Forsthofer ist Mitbegründer der ACE Handels- und Entwicklungs GmbH und seit über 5 Jahren erfolgreicher Amazon-Anbieter in Europa und Nordamerika. Als Student gründete er 2003 die MBA-Bildungssuchmaschine www.mba.de. Davor war er bei IBM Learning Services in Wien als Trainer für Microsoft-Serverlösungen tätig. Er ist Co-Gründer und Managing Partner von MarktPlatz1. Er ist zudem Coach im Amazon-Förderprogramm "Unternehmer der Zukunft" und gibt sein Wissen und seine Erfahrung in Workshops und Seminaren an Onlinehändler weiter.
  • Dr. Georg Wittmann ist Research Director bei ibi research und beschäftigt sich mit dem Thema E-Commerce und insbesondere B2B-E-Commerce. Durch die Begleitung zahlreicher Forschungs- und Beratungsprojekte in diesem Umfeld kann er von zahlreichen Erfahrungen aus B2B-Projekten sowie aus der aktuellen Forschung berichten.

Veranstaltungsort: ibi research an der Universität Regensburg GmbH, Galgenbergstr, 25, 93055 Regensburg

Die Teilnahmegebühr für Händler und Hersteller beträgt bis 29.06.2018 nur 499 € anstelle von 599 €. Dienstleister zahlen bis 29.06.2018 nur 799 € anstelle von 899 €. (Alle Preise verstehen sich zzgl. USt.).

>> Flyer und Anmeldeformular

>> Online-Anmeldung

Wie sieht eine gute und effektive Social-Media-Strategie aus? Welche Strategie ist für mein Unternehmen die richtige? Lernen Sie im eintägigen Praxisworkshop die Grundlagen rund um das Thema soziale Netzwerke und deren Nutzung für die Unternehmenskommunikation kennen. Wenn Sie bereits erste Erfahrungen mit der Kundenkommunikation in sozialen Netzwerken gesammelt haben oder den Einsatz einer Social-Media-Strategie planen, dann sind Sie in diesem Workshop genau richtig. Der ibi-Workshop vermittelt Ihnen Expertenwissen aus der Praxis und erklärt Ihnen anhand von Beispielen, wie Sie die sozialen Netzwerke gezielt und nachhaltig für Ihr Unternehmen einsetzen können. So erfahren Sie, welche Plattform wie zu welcher Strategie und Zielgruppe passen kann und welche Fehler man vermeiden sollte. Erlernen Sie die Grundlagen für die Nutzung von Social Media, um das passende Vorgehen und eine erfolgversprechende Umsetzungsstrategie für Ihr Unternehmen zu finden.

Das Tagesprogramm:

  • 09:30 Uhr: Begrüßung und Einführung
  • 09:40 Uhr: Was ist Social Media? Die wichtigsten Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Whatsapp & YouTube
  • 11:30 Uhr: Erste Schritte zum eigenen Social-Media-Auftritt: Welcher Kommunikationskanal eignet sich für welches Unternehmensziel? Wie bekommt man ein gutes Ranking auf den jeweiligen Plattformen? Wie finde ich meine Zielgruppe in Social Media? Welche Art der Kundenansprache mögen Nutzer, und was sollte man vermeiden?
  • 14:00 Uhr: Best-Practice-Beispiele für einen gelungenen Social-Media-Auftritt und für eine erfolgreiche Marketingstrategie in sozialen Netzwerken
  • 15:45 Uhr: Transferübungen: Die Teilnehmer arbeiten in Gruppen und bewerten auf Grundlage im Vorfeld erarbeiteter Parameter verschiedene Social-Media-Auftritte von konkreten Firmen und Bloggern. Abschließend wird ein eigener Projektplan "Ihre ersten/nächsten Schritte!" mit den Teilnehmern erarbeitet.
  • 17:15 Uhr Ende der Veranstaltung

Referenten:

  • Eva-Maria Trummer ist Unternehmerin, Augenoptikermeisterin und Bloggerin im Bereich Unternehmensgründung. Ihr eigenes Unternehmen, die Optikmeisterei in Erlangen, hat sie 2014 erfolgreich etabliert, obwohl es in einem Umkreis von einem halben Kilometer 20 alteingesessene Mitbewerber und Filialbetriebe derselben Branche gibt. Sie ist eine geschätzte Interviewpartnerin und Rednerin, wenn es um die Themen Unternehmensgründung, Handwerk und erfolgreiches Bloggen geht. Sie bringt Inhalte praxisnah auf den Punkt – nicht nur in ihrem Blog, sondern auch für TV, Radio, Print, online und bei Live- Veranstaltungen (www.optikmeisterei.de).
  • Manuela Paul ist Senior Consultant im Competence Center Digital Commerce & Payment bei ibi research an der Universität Regensburg. Von 2011 bis 2015 war sie Senior Specialist für Concept Development bei der Media Saturn GmbH in Ingolstadt. Davor sammelte sie Berufserfahrung bei FriendScout24, sowie eBay und PayPal, Bayer Schering Pharma und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin.

Veranstaltungsort: Novotel Nürnberg Centre Ville, Bahnhofstr. 12, 90402 Nürnberg

Die Teilnahmegebühr für Händler und Hersteller beträgt bis 26.06.2018 nur 345 € anstelle von 415 €. Dienstleister zahlen bis 26.06.2018 nur 629 € anstelle von 649 €. (Alle Preise verstehen sich zzgl. USt.).

>> Flyer und Anmeldeformular

>> Online-Anmeldung

Wie ist der Markt für Kassensysteme in Deutschland? Wie viele Unternehmen setzen welche Kassensysteme ein oder auch nicht? Welche Anforderungen haben Händler im Zeitalter der Digitalisierung an ihr Kassensystem? Mit der Befragung, die durch CCV Deutschland initiiert wurde, wollte das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg insbesondere den Einsatz und die Anforderungen von Unternehmen an Kassensysteme beleuchten. Die Ergebnisse zeigen einen sehr kleinteiligen Markt. 40 Prozent der befragten Unternehmen nutzen sogar überhaupt kein modernes Kassensystem.

Studie Kassensysteme Cover

Kassensysteme sind IT-Systeme, die aus Hardware (z. B. Kassenschublade, Erfassungseinheit, Drucker, Kartenleser) und Software bestehen. Die Software unterstützt – im Gegensatz zu klassischen Registrierkassen – dabei neben der Anbindung an Warenwirtschafts- und Kundenbindungssysteme oder einer Filial- und Kassenverwaltung auch weitere Funktionalitäten.

Status quo im Markt

Von den Unternehmen, die ein Kassensystem im Einsatz haben, nutzen knapp die Hälfte ein über vier Jahre altes System, immerhin 38 Prozent ein über 6 Jahre altes System. Der Markt ist dabei sehr heterogen: 89 Unternehmen gaben 59 unterschiedliche Herstellernamen und Anbieter von Kassensystemen an, die im jeweiligen Unternehmen aktuell im Einsatz sind.

Kartenzahlungen akzeptiert die Mehrzahl der Unternehmen. Bei 21 Prozent muss der Kunde aber auf die Bezahlung mit girocard oder Kreditkarte verzichten, denn sie wird von diesen Händlern nicht angeboten.

Gründe für die Nichtnutzung von Kassensystemen

Die Hälfte der befragten Unternehmen nutzt ein Computer-basiertes Kassensystem, 10 Prozent verwenden Tablet-basierte Systeme. 40 Prozent der befragten Unternehmen haben allerdings gar kein Kassensystem im Einsatz. Als wesentlicher Grund für das Fehlen einer elektronischen Kasse wurde der Mangel an Bareinnahmen angeben. In vielen Fällen wird der Verkauf über Rechnung abgewickelt; die Anschaffung eines Kassensystems wurde demnach als nicht lohnenswert und unnötig beschrieben.

Entscheidungsdauer bei der Anschaffung eines Kassensystems

Von den Nichtnutzern planen 19 Prozent, von den Nutzern 9 Prozent eine Neu- bzw. Ersatzanschaffung innerhalb der nächsten sechs Monate. Der Entscheidungsprozess für die Anschaffung eines neuen Kassensystems ist dabei relativ kurz: nur 25 Prozent der Befragten benötigen mehr als sechs Monate für die Entscheidung. Als Gründe für eine Neuanschaffung wurden vor allem zwei Aspekte genannt. Zum einen die mit einem modernen Kassensystem verbundene Effizienz (schnellere und einfachere Bedienung), zum anderen das Fehlen benötigter Funktionalitäten im Altsystem.

„Die Studie war für uns eine wichtige Investition, um den Markt und die Händler in ihren Bedürfnissen besser zu verstehen. Wie wichtig ist die Kasse eigentlich für den Händler, wie sehr beschäftigt er sich mit der Anschaffung und den durch GoBD nun auch finanztechnischen Anforderungen? Für uns als POS-Dienstleister mit einem Portfolio aus eigenem Kassensystem, Terminals, Kundenbindungsprogrammen und Webshops sind diese Blicke in die Köpfe der Händler sehr wertvoll. Auf diese Weise bleiben wir auf Augenhöhe mit unseren Nutzern und können Funktionen mit echten Mehrwerten für den Händler bieten“, so Christine Bauer, Chief Commercial Officer der CCV Deutschland.

„Besonders überrascht an den Umfrageergebnissen hat uns die Vielzahl an genutzten Systemen, häufig Branchenlösungen.“, kommentiert Holger Seidenschwarz, Research Director bei ibi research und für die Studie verantwortlich. „Hier gibt es durchaus Potenzial für Kassensystemanbieter, mit sinnvoll an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Funktionen zu punkten. Im Übrigen lässt das Alter mancher Systeme lässt vermuten, dass einige von ihnen unter Umständen nicht mehr den verschärften rechtlichen Anforderungen an Kassensysteme entsprechen“.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse steht unter www.ccv-deutschland.de/kassenstudie oder www.ibi.de/kassensysteme zur Verfügung.

>> Download ausgewählter Ergebnisse der Studie „Kassensysteme: Einsatz und Anforderungen“

>> Pressemitteilung (pdf)

>> Pressemitteilung (docx)

Nicht nur das Einkaufsverhalten von Kunden ändert sich im Zeitalter der Digitalisierung ständig, auch das Angebot von Global Playern wie Amazon, eBay und Co verbessert und erweitert sich kontinuierlich. Stationäre Einzelhändler stehen somit vor immer größeren und neuen Herausforderungen, um erfolgreich am (nicht nur) digitalen Handel zu partizipieren. Vor diesem Hintergrund wird häufig und intensiv darüber diskutiert, inwieweit lokale Initiativen die Digitalisierung des Handels erfolgreich unterstützen können. Dieser Fragestellung hat sich das Team von ibi research angenommen und in einer umfassenden Studie im Rahmen des Projektes „E-Commerce-Leitfaden“ sowohl stationäre Händler als auch E-Commerce-Experten befragt.

Lokale Initiativen gelten dabei oft als Hoffnungsträger. Als Träger und Treiber dieser Initiativen treten nicht nur Kommunen, Wirtschaftsförderungen oder Gewerbevereine auf, sondern in vielen Fällen auch Dienstleister und Anbieter, die in den letzten Jahren verstärkt neue Lösungen hierfür auf den Markt gebracht haben.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bereits jeder dritte Händler eine lokale Initiative in seiner Region kennt. Aktuell stellen diese Initiativen hauptsächlich eine Informationsplattform dar, auf der die Händler für Kunden Informationen (z. B. Öffnungszeiten) bereitstellen. 76 % der stationären Einzelhändler, die sich für eine Initiative interessieren, erhoffen sich durch die Teilnahme daran eine Umsatzsteigerung. Allerdings meinen nur 44 % der befragten Händler, die bereits an einer Initiative teilnehmen, dass sie tatsächlich Umsatzsteigerungen verzeichnen.

Des Weiteren wurde deutlich, dass gut drei Viertel der Händler an einer Initiative teilnehmen würden, sofern es in ihrer Stadt eine geben würde. Die befragten Händler sehen für den Erfolg einer Initiative bzw. eines Kooperationsprojekts drei essentielle Faktoren: Die Aktualität der bereitgestellten Informationen und Angebote, ein zentrales Dachmarketing für die Planung und Realisierung von Marketingmaßnahmen sowie einen zentraler Kümmerer vor Ort als Schnittstelle zwischen Initiatoren und teilnehmenden Händlern.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass lokale Initiativen in Zukunft wahrscheinlich nur eine von mehreren Berührungspunkten mit dem Konsumenten sein werden. Das Kaufverhalten der Konsumenten von morgen wird immer stärker durch den Multichannel-Gedanken geprägt. Um als Händler – sowohl online als auch stationär – für den Kunden weiterhin eine Rolle zu spielen, müssen große Anstrengungen unternommen werden, um den Kunden in seinem kompletten Kaufprozess auf allen relevanten Kanälen zu unterstützen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

  • Die Verbesserung der eigenen digitalen Sichtbarkeit ist ein wichtiger und auch notwendiger Schritt für Unternehmen, wobei lokale Marktplätze bzw. digitale Initiativen hier einen wertvollen Beitrag leisten können.
  • Eine Steigerung im Produktverkauf aufgrund der Teilnahme an digitalen lokalen Initiativen ist nicht erkennbar, jedoch ist die Zufriedenheit der Händler hinsichtlich der damit erzielten digitalen Sichtbarkeit größer als ursprünglich erhofft.
  • Der Beitrag und der Erfolg einer Initiative bzw. eines lokalen Marktplatzes hängen von zehn kritischen Erfolgsfaktoren ab, die in der Studie identifiziert wurden.
  • Digitalisierung muss in gewisser Weise für den stationären Handel zur „Passion“ werden. Es ist dafür wichtig, dass sich Händler gerne mit ihrer IT auseinandersetzen und intensiver mit Daten arbeiten.

>> Kostenloser Download der Studie

Im Interview mit Johannes F. Sutter von SIX Payments näher wir uns dem Thema Payment im B2B-E-Commerce und insbesondere den Firmenkundenkreditkarten. Mehr dazu erfahren Interessierte auch am 15.5.2018 beim ibi-Forum „B2B-E-Commerce“ in Frankfurt (www.ibi.de/B2B-Forum).

Johannes F. Sutter von SIX Payments spricht über Firmenkreditkarten

 

ibi: Für alle, die Sie nicht kennen, stellen Sie sich und Ihren Tätigkeitsbereich doch bitte kurz vor.
Herr Sutter: Mein Name ist Johannes Sutter. Ich bin bei SIX Payment Services Germany als Head E-Commerce Sales verantwortlich.

Als sogenannter Acquirer ermöglichen wir Händlern die Akzeptanz von Karten, z. B. die von Mastercard, Visa, Amex, Diners, JCB oder auch die GiroCard.

Zudem liefern wir Lösungen zur Integration von verschiedenen Zahlungsmitteln in bestehende Händler Systeme, etwa im Kassenplatzumfeld, in Online-Shops, in Apps, und auch für alle, die einen Omni-Channel Ansatz verfolgen.

 

ibi: Was sind Firmenkunden-Kreditkarten bzw. Commercial Cards?
Herr Sutter: Commercial Cards bzw. Firmenkundenkreditkarten sind Karten, die speziell für Unternehmen entwickelt wurden, mit einem anderen Leistungsumfang als die üblichen Kreditkarten für Konsumenten. Wir kennen alle diese klassischen Consumer-Kreditkarten, die wir privat im Urlaub oder beim Online-Shoppen einsetzen.

Firmenkreditkarten dagegen sind Karten, die auf einen Mitarbeiter einer Firma ausgestellt werden; die Abrechnung erfolgt zentral mit der Firma.

Die Business-Karte vereinfacht zahlreiche Prozesse für den Mitarbeiter wie für das Unternehmen. Unter anderem werden die Spesenabrechnung, die Buchhaltung, die Analyse von Kosten, die Vorfinanzierung von Projekten oder die Liquidität von Mitarbeitern unterstützt. Zusätzlich gibt es oft interessante Bonusprogramme oder Versicherungspakete.

Trotz ihrer Vorteile hat man Commercial Cards im Vergleich zu den klassischen Consumer-Kreditkarten aber oft weniger im Fokus.

 

ibi: Welche Vergünstigungen/Vorteile ergeben sich für den Kunden bei der Nutzung von Firmenkundenkreditkarten im Vergleich zu normalen Kreditkarten?
Herr Sutter: „Normale“ Kreditkarten werden im Regelfall am Monatsende einmal belastet. Bei Firmenkundenkreditkarten verhält sich das ähnlich, allerdings sind die Liquiditätsvorteile sehr spannend, da die Abrechnungszeiträume individuell verhandelbar sind. Dabei ist eine Streckung des Zeitraums auf bis zu 120 Tage möglich. Dadurch wird eine längere Liquidität erreicht, die eine solche Karte natürlich besonders attraktiv für Unternehmen macht.

Daneben sind auch Bonusprogramme abbildbar und oft auch Versicherungsleistungen, etwa für Stornogebühren oder den Haftpflichtanteil bei der Anmietung von Firmen-KFZ. Solche Leistungen können aber auch Transportversicherungen sein.

Im internationalen Geschäftsverkehr besticht eine Firmenkundenkreditkarte durch ihre Währungsunabhängigkeit. Sie ermöglicht eine grenzüberschreitende Organisation und Bezahlung über mehrere Betragsstufen. Die Kartenlimits reichen von 2.000 Euro bis zu einer halben Million Euro.

 

ibi: Welche Vorteile ergeben sich für den Händler durch die Akzeptanz von Firmenkundenkreditkarten?
Herr Sutter: Der Grund für die Akzeptanz von Firmenkundenkreditkarten liegt vor allem in der schnelleren Vergütung gegenüber anderen Zahlungsarten im B2B Umfeld, wie z. B. dem Rechnungskauf. Durch Absprache mit der Bank ist meistens eine tägliche Vergütung machbar.

Auch die erhöhte Sicherheit beim Zahlungseingang, besonders im internationalen Umfeld, sowie der Wegfall von Mahn- oder Inkassogebühren sind als Vorteile zu nennen.

Besonders große Unternehmen nutzen – oft ausschließlich – Kreditkarten, um ihren Einkaufsprozess im Hinblick auf ihre Buchhaltung und den Abgleich der Finanzströme zu vereinfachen. Im Umkehrschluss verlieren Lieferanten im B2B-Segment also Kunden, wenn sie keine Zahlung durch Firmenkundenkreditkarten akzeptieren.

Die sofortige Verbuchung einer Transaktion mit Hilfe der elektronischen Verarbeitung stellt schließlich einen beiderseitigen Vorteil sowohl für den Karteninhaber als auch für den Akzeptanten der Karten dar.

 

ibi: Wo können Unternehmen bzw. Unternehmer Firmenkunden-Kreditkarten erhalten?
Herr Sutter: Grundsätzlich ist eine Firmenkundenkreditkarte bei jeder Bank erhältlich. Für kleinere Unternehmen sind sogenannte Business Cards am besten geeignet. Damit können die Mitarbeiter beispielsweise Reisebuchungen oder Spesenabrechnungen auf die Firmenkarte vornehmen.

Bei größeren Unternehmen, die mehrere Karten benötigen, spricht man von Corporate Cards, die dann individuelle Konditionen und große Service-Pakete beinhalten. Dabei ist für das Unternehmen auch eine nahezu unbegrenzte Kartenanzahl abbildbar.

 

ibi: Was müssen Händler tun, um Firmenkundenkreditkarten akzeptieren zu können? Gibt es hier für den E-Commerce-Bereich im Speziellen etwas zu berücksichtigen?
Herr Sutter: Prinzipiell gilt der Abschluss eines Kreditkartenakzeptanzvertrags bei einer Händlerbank für beide Gruppen: neben normalen Kredit- oder Debitkarten werden automatisch auch Firmenkundenkreditkarten akzeptiert. Manche Händler möchten jedoch Business-Karten aufgrund der etwas anderen Preisstruktur ausschließen.

 

ibi: Sind Transaktionen mit Firmenkundenkreditkarten für den Händler teurer als „normale“ Kreditkarten?
Herr Sutter: Ja. Business Karten sind nicht von der europäischen Regulierung der Kartenentgelte betroffen. Sie sind also in der Regel etwas teurer als normale Kreditkarten. Das hängt auch mit den Vorteilen und Serviceleistungen einer Business-Karte zusammen, die sich letztendlich in den Konditionen widerspiegeln. Dem gegenüber stehen deutlich höhere Durchschnittsumsätze und Einkaufsrahmen als im Privatbereich, sowie eine sehr geringe Rückbuchungs- bzw. Ausfallquote.

 

ibi: Was erwarten Sie vom kommenden ibi-Forum B2B-E-Commerce in Frankfurt?
Herr Sutter: Der B2B-Bereich ist grundsätzlich hinsichtlich der Automatisierung aller Prozesse enorm spannend. Deshalb freue ich mich sehr auf die Vorträge, auf den regen Austausch mit den Teilnehmern und auf die Fragen insbesondere des Handels. Zu erfahren, wie weit der einzelne Händler in diesem Bereich schon ist, wird sicherlich sehr interessant. Ich freue mich auf einen sehr informativen Tag.

 

ibi: Herzlichen Dank!

Wer Herrn Sutter persönlich treffen möchte und auch mehr zum Thema B2B-E-Commerce erfahren will, kann dies am 15.5.2018 beim ibi-Forum „B2B-E-Commerce“ in Frankfurt (www.ibi.de/B2B-Forum) tun.

Derzeit forscht ibi research an der Universität Regensburg am Ein- und Verkaufsverhalten im B2B-E-Commerce. Ziel des Projekts ist neben der Ermittlung des Status quo, die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Aufbau und Betrieb einer B2B-Online-Lösung (Online-Shops und/oder Marktplätze). Ein zentraler Bestandteil des Forschungsprojekts ist eine Online-Befragung, die noch bis zum 11.05.2018 läuft. Dabei werden u. a. Aspekte, wie Motivation, technische Voraussetzungen, Mitarbeiterqualifikation, Projektablauf für den Aufbau und Betrieb einer B2B-Online-Lösung analysiert.

An der Umfrage können Sie hier teilnehmen: www.ibi.de/B2B-Umfrage

Das Forschungsprojekt wir unterstützt durch: ARITHNEA, Creditreform und SIX Payment Services.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns bei unserem Forschungsprojekt unterstützen. Die Ergebnisse werden selbstverständlich anonym ausgewertet. Am Ende der Umfrage können Interessierte Ihre Kontaktdaten eingeben und erhalten die fertige Studie. Die Studie wird im Nachgang auch kostenlos veröffentlicht gestellt.

Über Digitalisierung wird zu viel diskutiert: FinTechs gegen oder mit Banken, Innovationen auf der grünen Wiese oder integriert in den „Main Stream“, schnelle Veränderungen an der Kundenschnittstelle und/oder neue Architekturen in der Abwicklung. Deshalb ist es höchste Zeit, nach der konsequenten und überlegenen Umsetzung zu fragen: Wer hat seine PS besser auf die Straße gebracht und wo wird in der nahen Zukunft der Turbo zugeschaltet?.

Unter dem Motto „2018: das Jahr der Umsetzung“ diskutierten über 130 Finanz- und Technologieexperten beim CIBI Innovationstag in München über die Zukunft der Banken, Fintechs und anderer Finanzdienstleister. Das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg bot den Teilnehmern dafür eine attraktive Plattform.

ibi-Geschäftsführer Prof. Dr. Hans-Gert Penzel lieferte den Anstoß: „Digitale Umsetzung heute und Experimente für morgen mischen sich wie nie zuvor im Alltagseinsatz“. Die „Neue Hausbank“ erlebt bei den Kunden eine Renaissance, allerdings ganz anders aufgestellt, als Integrator mit eigenem Marktplatz und Angeboten Dritter. Künstliche Intelligenz ist überall, vom Chatbot bis zur Kreditentscheidung; der Berater und sein digitaler Zwilling sind manchmal kaum mehr unterscheidbar. Blockchain und Bitcoin haben dagegen ihre Hype-Bewertung überwunden; da werden diverse Wunden geleckt. Und Banken werden endlich in die Marktwirtschaft entlassen, mit der Notwendigkeit zum agilen Handeln in flexiblen Lieferbeziehungen. Wer hier nicht schnell ist, wird abgeschüttelt.

Die Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt skizzierte dann Anja Zerbin, Abteilungsleiterin Kommunikation und Digitale Trasformation der Deutschen Postbank, in ihrem Vortrag: Digitaler Umbau ist in Großunternehmen schwierig, aber wenn man mit einem Paket praktischer Maßnahmen zäh daran bleibt, sind die Resultate überzeugend. Die Nicht-Banken-Sicht nahm anschließend Markus W. Mosen, CEO von Concardis ein: Auch im Bereich der Payments werden wir massive Umbrüche erleben; Change ist notwendig fürs Überleben. Der Vorstand der solarisBank, Andreas Bittner, beschrieb in seiner Präsentation die überragende Bedeutung der digitalen Identität: Wenn man nicht sicher und schnell weiß, welcher Verbraucher oder welches Unternehmen einem wirklich gegenübersteht, sind der Fehlsteuerung und dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Den Abschluss des Vormittages machte die Verleihung der ibi Website Rating Awards 2018. In der Kategorie Beratungskunde steht die Deutsche Bank oben auf dem Siegerpodest; in der Kategorie Selbstentscheider ist die TARGOBANK Spitze.

Nach der Mittagspause wurden die Tagungsthemen in zwei parallelen Fachkonferenzen vertieft. Das Spektrum reichte von der  systematischen „Innovationsmaschine“ in einer Großbank bis hin zum Einsatz von IBM Watson in der selbstbedienten Beratung. Neue Anforderungen an Payments wurden aus Sicht der Automobilindustrie beleuchtet; die zunehmende Bedeutung der „Robotic Process Automation“ in der Versicherung deutlich gemacht. Und auch Amazon Alexa fand ihre Rolle im Banking.

Zum Abschluss des Tage diskutierten Andreas Bittner (solarisBank), Markus Dauber (Volksbank in der Ortenau), Peter Fuchs (Consorsbank), Armin Gerhardt (EFiS EDI Finance Service) und Harald Weber (Allianz Deutschland) in einer lebhaften Podiumsdiskussion über den Stand der Umsetzung zwischen Mensch und Computer. Beim anschließenden Get-Together unter den Teilnehmern wurden weitere Argumente ausgetauscht – es fehlte nur der Computer als Trinkgenosse.
Die CIBI-Verantwortliche Andrea Rosenlehner konnte am Ende der 17. Auflage des Innovationstags eine sehr positive Bilanz ziehen und mit dem 21.03.2019 auch schon den Termin für die nächstjährige CIBI ankündigen.

>> Pressemitteilung (pdf)

In der ersten Ausgabe der BIT für 2018 beginnen wir mit einem wichtigen Infrastruktur-Thema und arbeiten uns dann über Themen des Corporate und Retail Banking bis in den Elektronischen Handel vor.

Die Blockchain ist als neue Infrastruktur in aller Munde. Aber das Thema der Sicherheit wird dabei gerne ausgeblendet oder führt eher ein Rand-Dasein. Der erste Artikel hilft, diese Lücke mit seinem Beitrag systematisch zu schließen.

Auch der zweite Beitrag kommt aus dem wissenschaftlichen Bereich. Die Autoren denken strukturiert über zukünftige Geschäftsmodelle im Corporate Banking nach.

Der dritten Artikel dient der vertieften Betrachtung eines Produktfeldes und seiner Einsatzmöglichkeiten für Corporate und Retail Banking. Es wird das enorme Potential der Instant Payments aufgezeigt, das vor allem aus neuartigen Anwendungsmöglichkeiten resultiert.

Mit dem vierten Beitrag bewegen wir uns auf die Retail-Seite. Es werden die Potentiale des Cross-Channel-Vertriebs in der zukünftigen, digitalisierten Finanzberatung diskutiert.

Der fünfte Artikel bleibt am Point of Sale, bewegt sich aber in den Einzelhandel. Jeder von uns kennt inzwischen Dash Buttons als besonders einfache Form, Bestellungen zu platzieren.

Schließlich verfolgen wir die Einkaufs-Prozesskette weiter und gelangen zur Rechnungsabwicklung. Im sechsten und letzten Beitrag dieses Heftes wird das Potential der Digitalisierung aufgezeigt.

 

  • Peter Roßbach: Sicherheit bei Blockchain-Anwendungen
  • Harmony El Kherdali, Jürgen Moormann, Francesco Pisani: Development of new business models for corporate banking: Four scenarios
  • Michael Salmony: The Future Use of Instant Payments The real benefits, much beyond mobile P2P, especially for business
  • Sabine Pur, Anette Nickels, Alina Grundmann: „Bestellung auf Knopfdruck“ – Der Einsatz von Dash & Order Buttons im Online-Handel
  • Martin Eberhard: Der Weg in die Finanzberatung 4.0 führt über den Cross-Channel-Vertrieb
  • Holger Seidenschwarz: Status quo der Rechnungsabwicklung in Deutschland
BIT Titelseite web 

Die Ausgabe der BIT in gedruckter Form ist zum Preis von 30 Euro erhältlich. Der Preis für die elektronische Ausgabe der Zeitschrift beträgt 15 Euro. Bei Interesse schicken Sie uns bitte eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.