Plattformen wie Temu, SHEIN, AliExpress oder TikTok Shop sind längst im Massenmarkt angekommen. Was vor wenigen Jahren noch als Randphänomen galt, entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil im Wettbewerb des Handels – und für einige Unternehmen bereits zu einem zusätzlichen Vertriebskanal.
Eine aktuelle Befragung unter 56 Handelsunternehmen aus dem DACH-Raum (Januar/Februar 2026) zeigt, wie der Handel diese sogenannten Drittstaatenplattformen bewertet.
Reichweite als wichtigster Treiber
Unternehmen, die bereits auf Drittstaatenplattformen aktiv sind, verfolgen vor allem ein Ziel: neue Kundengruppen erschließen. 64 Prozent nennen dies als Hauptmotiv.
Weitere Gründe sind direkte Ansprache durch die Plattformen (57 Prozent), die Präsenz der eigenen Zielgruppe auf diesen Plattformen (57 Prozent) sowie das Interesse, neue Vertriebskanäle testweise auszuprobieren (43 Prozent)
Zurückhaltung wegen Image und Unsicherheiten
Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die sich bewusst gegen eine Nutzung entschieden haben. Obwohl 45 Prozent bereits von Plattformen kontaktiert wurden, lehnten sie eine Zusammenarbeit ab.
Die wichtigsten Gründe dafür sind das negative Image der Plattformen, Zweifel an Produktqualität und Markenwirkung, rechtliche Unsicherheiten sowie die fehlende Passung zum eigenen Vertriebsmodell.
Wettbewerbsdruck nimmt spürbar zu
Die Auswirkungen sind bereits sichtbar: 31 Prozent der befragten Unternehmen geben an, durch diese Plattformen Kund:innen verloren zu haben. Weitere 19 Prozent erwarten dies in Zukunft. Damit sieht rund jedes zweite Unternehmen ein konkretes Risiko durch den wachsenden Einfluss der Drittstaatenplattformen.
Die vollständigen Ergebnisse der Befragung stehen ab sofort kostenlos zum Download bereit:
👉 ibi.de/drittstaatenplattformen