Seit Januar 2023 führen wir kontinuierlich eine umfassende Untersuchung zum Kauf- und Bezahlverhalten von Konsument:innen in Deutschland durch. Über einen Zeitraum von 37 Monaten hinweg wurden monatlich jeweils mindestens 500 Verbraucher:innen befragt, um detaillierte Einblicke in ihre Präferenzen und Gewohnheiten zu gewinnen.
Die Ergebnisse der drei Themenbereichen – allgemeines Kaufverhalten, Online-Kaufverhalten sowie Bezahlverhalten – für das Jahr 2025 sind nun im ibi-Consumer-Report 2025 veröffentlicht. Ergänzend werden saisonale und wiederkehrende Ereignisse (z. B. Weihnachten) sowie wechselnde Fokusthemen analysiert.
Die zentralen Ergebnisse im Überblick
Rückgang der leidenschaftlichen Online-Shopper
23 Prozent der Befragten geben im Jahr 2025 an, ausschließlich in stationären Geschäften einzukaufen oder das stationäre Geschäft zu bevorzugen, 2024 waren es nur 19 Prozent. Weitere 41 Prozent bestellen bestimmte Artikel online, andere Produkte werden stationär eingekauft. 36 Prozent kaufen alles im Internet bzw. würden dies tun, wenn es möglich wäre. Im Jahr 2024 lag dieser Anteil noch bei 41 Prozent.
Weniger Online-Bestellungen und geringere Retourenquote
Im Jahr 2025 sinken die durchschnittlichen monatlichen Online-Bestellungen auf 5,1 im Vergleich zu 5,4 im Jahr 2024 ab. Dies betrifft auch die durchschnittliche Anzahl bestellter Artikel, die von 8,1 (2024) auf 7,3 (2025) zurückgeht. Besonders deutlich ist der Rückgang bei den Retouren: Die Retourenquote sinkt von 12,1 Prozent (2024) auf 9,5 Prozent (2025). Die monatlichen Ausgaben für Online-Einkäufe liegen im Jahr 2025 bei 214,81 Euro (2024: 229,90 Euro).
Umweltfreundlicher Versand und Secondhand vor allem bei Jüngeren beliebt
Durchschnittlich 13 Prozent der Befragten haben mindestens einmal pro Monat eine freiwillige Gebühr für umweltfreundlichen Versand gezahlt (2024: 9 Prozent). Die Zahlungsbereitschaft variiert dabei stark nach dem Alter. Während 30 Prozent der 21- bis 30-Jährigen und 24 Prozent der 16- bis 20-Jährigen dazu bereit waren, sinkt der Anteil mit steigendem Alter deutlich. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Kauf gebrauchter Produkte. Insgesamt geben 25 Prozent der Befragten an, im letzten Monat gebrauchte Produkte online gekauft zu haben. Die Akzeptanz ist bei den 16- bis 20-Jährigen mit 43 Prozent am höchsten, gefolgt von 42 Prozent bei den 21- bis 30-Jährigen. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Bereitschaft ab.
Zunahme finanzieller Probleme durch Online-Käufe
Finanzielle Schwierigkeiten infolge von Online-Einkäufen nehmen deutlich zu. 33 Prozent der 21- bis 30-Jährigen geben an, bereits Schulden oder Rückstände bei Ratenzahlungen aufgrund von Online-Bestellungen gehabt zu haben. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil bei lediglich zwei Prozent. Insgesamt steigt der Anteil der Betroffenen von sieben Prozent (2024) auf zwölf Prozent (2025).
Der vollständige ibi-Consumer-Report 2025 steht kostenfrei zur Verfügung unter:
ibi.de/consumer-report-2025