Pressemitteilung · Veröffentlicht am 28.03.2025

CIBI Innovationstag – neutraler und fundierter Austausch zu den zukunftsrelevanten Branchenthemen wieder ein voller Erfolg!

Customer Centricity und Künstliche Intelligenz – das waren die wohl am meisten verwendeten Schlagworte auf dem diesjährigen CIBI Innovationstag am 26.03.2025 in München, dem Branchentreffen, bei dem die wichtigsten Trends der kommenden Jahre ausgetauscht werden.

Customer Centricity und Künstliche Intelligenz waren auch in den drei inhaltlichen Themenblöcken die Leitfäden: Zukunft des Zahlungsverkehrs, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit sowie Cybersicherheit im Bankenumfeld. Insgesamt 11 Vorträge und Talks zeigten den rund 110 Teilnehmern aus der Finanzbranche auf, wie diese beiden Schlagworte sich den der Zukunft der Finanzinstitute bemerkbar machen werden.

Banking Trends

In der im Rahmen der Veranstaltung vorgestellten ersten Studienergebnisse der ibi Banking Trends 2025 zeigte Dr. Anja Peters beispielsweise den zwiegespaltenen Ansatz vieler Institute zum Thema Autonome KI. Einerseits sehen 75 Prozent der befragten Studienteilnehmer, dass ihre veraltete IT für den Einsatz von autonomer KI nicht geeignet ist – gleichzeitig sehen viele Institute aber auch den betriebswirtschaftlichen Nutzen, den autonome KI leisten kann, etwa durch Maximierung der Potenziale bei weniger menschlicher Interaktion.

Laut der Studie lässt sich KI aber nicht nur bei Personalisierung und Hyperpersonalisierung im Rahmen der Customer Centricity einsetzen, sondern auch im Bereich Cybersecurity. Das kostet und dieser Kostenfaktor ist den Instituten durchaus bewusst. Aber im Gegencheck zur Studie – hier wurden die Bankkunden befragt – sind immerhin 39 Prozent der Befragten damit einverstanden, dass diese Kosten im Rahmen von Kontoführungsgebühren an sie weitergegeben werden.

Digitale Barrierefreiheit – Pflicht ab 28.06.2025

Ein erschrecktes Aufraunen ging durch den vollgefüllten Saal als Susanne Baumer, Pfenningparade München und selbstständige Beraterin für digitale Barrierefreiheit, die Eckdaten des ab Ende Juni in Kraft tretenden Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) klarstellte. Sollten Institute auf ihrer Webseite und bei den dort angezeigten Produkten nicht auf Barrierefreiheit achten, kann das Strafzahlungen in Höhe von bis zu 100.000 Euro bedeuten – pro Produkt wohlgemerkt.  Und diese Barrierefreiheit betrifft keine quasi „unsichtbare“ Randgruppe – rund 10 Prozent der Bevölkerung haben eine Form eines Behinderungsgrades, nur zu 3 Prozent angeboren, zu 97 Prozent auf Grund eines Unfalls, einer nervlichen Störung oder auf Grund des Alters. Susanne Baumer sieht diese aber auch positiv: „Wenn Institute auf Barrierefreiheit achten, haben sie Zugang zu einer nicht geringen Zahl potenzieller Kunden.“

Thema Cybersecurity wird auch außerhalb der IT-Abteilung präsenter

Cybersecurity ist nach wie vor bei vielen ein ungeliebtes Thema: Es kostet und bringt keinen schnellen ROI. Aber als Steffen Herrmann, Cybersecurity-Experte der Bundesbank, über die aktuellen Größenordnungen sprach (Zahl der Angriffe, Ausfallkosten, Kosten zur Widerherstellung etc.) war jedem im Saal klar, welche Relevanz dieses Thema bei Banken haben sollte. Steffen Herrmann: „Cybersecurity ist ein unfaires Thema: Als Angreifer reicht eine einzige Schwachstelle, als Verteidiger muss man alle möglichen Schwachstellen im Blick haben.“ Und eben weil man als Verteidiger die vielen Schachstellen im Blick haben muss, riet beispielsweise Sebastian Scholtyschick von der Finanz Informatik dazu, auf Netzwerke zu setzen: „Gespräche mit Experten im eigenen Unternehmen, mit Hochschulen, mit Softwareanbietern können hier immer einen Weg weisen.“

CIBI 2026 am 11. März 2026

Auch nach über 20 Jahren CIBI Innovationstag zeigen die vielen alljährlich wiederkommenden Teilnehmer und auch die große Anzahl an neuen Konferenzbesuchern, wie wichtig ein neutraler und fundierter Austausch zu den zukunftsrelevanten Branchenthemen sind – oder wie zwei Gen Z-Teilnehmerinnen der Commerzbank formulierten: „Als Berufsanfänger haben wir manchmal einen anderen Blick auf neue Technologien, aber der Austausch mit älteren Kollegen und die Themenvielfalt hat uns viel Neues gezeigt. Wir kommen bestimmt wieder.“