Jeder zehnte Konsument kauft nicht oder nur ungern im Internet

Veröffentlicht am 31.01.2020

51 Prozent der Befragten bevorzugen den Online-Einkauf oder würden sogar alles im Internet einkaufen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Handel im digitalen Wandel: wie online eingekauft wird“ des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg. Die im Rahmen des „Digital Commerce Research Network“ (DCRN) durchgeführte Studie verdeutlicht, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf das Kaufverhalten im deutschen Einzelhandel hat: Lediglich drei Prozent gaben in der Umfrage an, gar nichts über das Internet zu kaufen. Unabhängig vom Geschlecht und Alter gleicht sich dieses Einkaufsverhalten.

Die DCRN-Studie zeigt auf, dass knapp ein Viertel der Befragten durchschnittlich einmal in der Woche online shoppt und auch in der Altersgruppe über 50 Jahre wird gut zwei Mal im Monat im Internet eingekauft. Je mehr Personen im Haushalt leben, umso höher ist dabei die Präferenz fürs Online-Shopping. Durchschnittlich verteilen die Befragten ihre Online-Käufe auf sechs verschiedene Online-Shops, bestellen in vier davon regelmäßig. Jeder zweite Befragte hat in den letzten 12 Monaten zusätzlich in einem neuen Online-Shop etwas bestellt.

Gutscheine und günstige Preise sind ausschlaggebend bei der Neukundengewinnung

Der Wettbewerb im Online-Handel wächst weiter, das Angebot und die Auswahl sind entsprechend groß. Es gibt daher nur wenige Kriterien, wie spezielle Angebote und Gutscheinaktionen, die potentielle Kunden noch zum Kauf in einem bisher nicht genutzten Online-Shop überzeugen können. Ebenfalls gaben zwei Drittel bei der Konsumentenbefragung an, dass die Auszeichnung mit Gütesiegeln in einem unbekannten Online-Shop immer noch ein wichtiges Kriterium ist und damit Einfluss auf die Kaufentscheidung hat.

Knapp jeder fünfte Kauf wird im Durchschnitt wieder zurückgeschickt

Ist die Kaufentscheidung getroffen und man hält das Produkt in den Händen, wird es jedoch durchschnittlich in 18 Prozent der Fälle postwendend zurückgegeben. Der häufigste Grund für die Notwendigkeit einer Rücksendung ist ein nicht passender (73 Prozent) oder ein beschädigter Artikel (56 Prozent). Allerdings gab auch knapp die Hälfte eine mangelhafte Produktbeschreibung als Grund an. Hier gibt es im Hinblick auf die Verbesserung des Einkauferlebnisses, aber auch im Zuge der Nachhaltigkeit und der kostentreibenden Retourenabwicklung, ein großes Optimierungspotential für die Unternehmen.