Noch vor wenigen Jahren wurde generative KI vor allem aus Neugier ausprobiert. Inzwischen wird sie zunehmend zum alltäglichen Werkzeug – auch beim Einkaufen. Das zeigen drei ibi-Konsumentenbefragungen aus September 2025, März 2026 und September 2026.
KI erreicht mehr Menschen und wird regelmäßiger genutzt. Der Anteil der Befragten, die KI zumindest selten verwenden, ist über die drei Erhebungen hinweg deutlich gestiegen.
KI gewinnt bei der Produktsuche an Bedeutung. Auch bei der Suche nach Produkten und Dienstleistungen wird KI wichtiger. Das bedeutet noch keine Verdrängung klassischer Suchmaschinen, zeigt aber, dass sich die Informationssuche verändert.
Zeitersparnis wird zum wichtigsten Nutzungsgrund. Während in den ersten beiden Erhebungen jeweils rund 39,6 Prozent der KI-Nutzer:innen Zeitersparnis als Grund nannten, waren es in der jüngsten Befragung 52,4 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil derjenigen, die keinen Trend verpassen wollten. KI wird damit zunehmend aus praktischem Nutzen eingesetzt.
Mehr wahrgenommener Nutzen bedeutet noch nicht mehr Vertrauen. Der Anteil der Befragten, die bei der KI-gestützten Produktsuche keinerlei Vorteile sehen, sank von rund 34 Prozent in den ersten beiden Erhebungen auf 17,3 Prozent im September 2026. Genannt werden unter anderem Zeitersparnis, einfachere Bedienung, weniger Werbung und bessere Preise.
Die Ergebnisse zeigen: KI wird stärker genutzt und als nützlich wahrgenommen, gleichzeitig bleiben Zweifel an ihrer Verlässlichkeit bestehen. Für Anbieter:innen wird es daher entscheidend sein, Empfehlungen nachvollziehbar zu machen, Quellen erkennbar zu halten und Produktinformationen überprüfbar zu gestalten.