KI bei der Produktsuche: Vom Ausprobieren zum praktischen Werkzeug

Noch vor wenigen Jahren wurde generative KI vor allem aus Neugier ausprobiert. Inzwischen wird sie zunehmend zum alltäglichen Werkzeug – auch beim Einkaufen. Das zeigen drei ibi-Konsumentenbefragungen aus September 2025, März 2026 und September 2026.

Vier Entwicklungen stechen besonders hervor:

KI erreicht mehr Menschen und wird regelmäßiger genutzt
Der Anteil der Befragten, die KI zumindest selten nutzen, stieg von 64,4 Prozent über 73,9 Prozent auf 79,7 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Anteil der täglichen oder wöchentlichen Nutzer:innen von 32,1 Prozent auf 39,6 Prozent und zuletzt 47,6 Prozent. Fast jede zweite befragte Person nutzt KI damit inzwischen mindestens wöchentlich.

KI gewinnt bei der Produktsuche an Bedeutung
Auch bei der Suche nach Produkten und Dienstleistungen wird KI wichtiger. Unter den KI-Nutzer:innen stieg der Anteil derjenigen, die KI immer oder meistens als Alternative zu klassischen Suchmaschinen einsetzen, von 26,1 Prozent auf 32,0 Prozent und schließlich 41,0 Prozent. Insgesamt nutzten zuletzt 76,9 Prozent KI zumindest manchmal für die Produktsuche.

Das bedeutet noch keine Verdrängung klassischer Suchmaschinen, zeigt aber, dass sich die Informationssuche verändert. Für Händler:innen und Hersteller:innen werden daher eindeutige, aktuelle und konsistente Produktinformationen noch wichtiger. Sie müssen für Such- und KI-Systeme zuverlässig einordenbar sein.

Zeitersparnis wird zum wichtigsten Nutzungsgrund
Zeitersparnis nannten zunächst rund 39,6 Prozent der KI-Nutzer:innen als Grund für die Nutzung, zuletzt waren es 52,4 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil derjenigen, die einen neuen Trend nicht verpassen wollten, von 13,6 Prozent auf 6,4 Prozent. Auch der Anteil ohne erkennbaren persönlichen Vorteil ging von 19,4 Prozent auf 12,7 Prozent zurück.

KI wird damit zunehmend aus praktischem Nutzen eingesetzt. Für Unternehmen bedeutet das: Entscheidend ist weniger der Neuheitswert als ein konkreter Mehrwert, etwa schnellere Orientierung oder eine einfachere Suche.

Mehr Nutzen bedeutet nicht automatisch mehr Vertrauen
Der wahrgenommene Nutzen der KI-gestützten Produktsuche nimmt zu: Der Anteil der Befragten, die keinerlei Vorteile sehen, sank von rund 34 Prozent auf 17,3 Prozent. Genannt werden unter anderem Zeitersparnis, einfachere Bedienung, weniger Werbung und bessere Preise.

Das Vertrauen hält mit dieser Entwicklung jedoch nicht Schritt. Rund 25 Prozent äußerten über die Erhebungen hinweg Unsicherheit gegenüber KI-generierten Ergebnissen. Auch manipulierte Inhalte, falsche Bewertungen und unklare Quellen bleiben für viele ein Problem.

Die Ergebnisse zeigen damit: KI wird stärker genutzt und als nützlich wahrgenommen, gleichzeitig bleiben Zweifel an der Verlässlichkeit bestehen. Für Anbieter:innen wird es daher entscheidend sein, Empfehlungen nachvollziehbar zu machen, Quellen erkennbar zu halten und Produktinformationen überprüfbar zu gestalten.

Die vollständige Studie finden Sie hier kostenfrei zum Download: ibi.de/ki-nutzung