Neue ibi-Studie: Kameraeinsatz im Einzelhandel – Chancen und Grenzen der Ladendiebstahlprävention

Der deutsche Einzelhandel fühlt sich bei der Bekämpfung des Ladendiebstahls von Politik und Sicherheitsbehörden weitgehend allein gelassen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse unserer neuen Studie "Kameraeinsatz im Einzelhandel – Chancen und Grenzen der Ladendiebstahlprävention", mit Unterstützung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK).

Ladendiebstahl ist derzeit eine der größten Herausforderungen für den deutschen Einzelhandel. Beispielsweise 2024 wurden mit über 400.000 Fällen mehr als jeder zweite Händler Opfer von einer solchen Straftat. Gleichzeitig berichten viele Betroffene von zunehmender Professionalität und Gewaltbereitschaft der Täter. 

Hierdurch wächst die Bedeutung von Schutzmaßnahmen. Die Ergebnisse der Befragungen zeigen: Viele Handelsunternehmen sehen im Kameraeinsatz und in KI-gestützten Analysen ein großes Potenzial für den eigenen Schutz oder zumindest für die Aufklärung von Diebstählen. Aber sie treffen bei deren Nutzung vor allem auf rechtliche Hürden. Damit Überwachung per Video erfolgreich sein kann, wünschen sich die Händler vor allem klare rechtliche Rahmenbedingungen.

Als zentrale Hürde erlebt der Handel insbesondere die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Hier wünscht sich die Branche einheitlichere und praxistauglichere Regelungen. So ist beispielsweise eine Speicherdauer der Aufzeichnungen von 72 Stunden aus Sicht vieler Händlerinnen und Händler nicht ausreichend, da Diebstähle häufig erst im Nachgang auffallen.

Die kompletten Ergebnisse können kostenlos heruntergeladen werden unter: ibi.de/kameraeinsatz