Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sechs bayerische Handelsunternehmen im Wettbewerb „Digitale Champions im bayerischen Handel 2026“ für besonders überzeugende Digitalisierungsprojekte ausgezeichnet. Der Wettbewerb wird bereits zum vierten Mal von ibi research an der Universität Regensburg GmbH im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums durchgeführt. Zusätzliche Förderung erhält der Wettbewerb von der Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel. Ziel ist es, herausragende Digitalisierungsprojekte sichtbar zu machen, erfolgreiche Praxisbeispiele zu würdigen und den Wissenstransfer innerhalb der Branche zu fördern.
Aiwanger: „Auch der Handel kann mit Digitalisierung erfolgreicher werden und sich gegen Onlineplattformen behaupten. Technik statt längerer Ladenöffnungszeiten mit knappem Personal ist die Lösung. Es gibt mittlerweile viele überzeugende Lösungen mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Robotik im Handel, um mit wenig Personal durch Technik mehr zu erreichen. Die Digitalisierung ist nicht mehr wegzudenken und bietet Chancen, die es zu nutzen gilt. Bayerns Handelsunternehmen beweisen jeden Tag, wie viel Innovationskraft, Kreativität und Unternehmergeist im Mittelstand steckt. Die diesjährigen Digitalen Champions zeigen eindrucksvoll, wie digitale Technologien Prozesse verbessern, Kunden Mehrwert bieten und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken. Ihre Erfolgsgeschichten machen Mut und dienen als Leuchtturm für weitere Unternehmen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Ich wünsche allen Prämierten und allen bayerischen Händlern gute Ideen und Geschäfte. Machen Sie weiter so.“
Digitalisierungsprojekte mit Vorbildcharakter
Händler konnten sich zu Jahresbeginn mit ihren laufenden oder abgeschlossenen Digitalisierungsprojekten bewerben. Im Mittelpunkt standen Projekte, die zeigen, wie digitale Technologien im betrieblichen Alltag Mehrwert schaffen. Dazu zählen unter anderem neue Formen der Kundenansprache, die intelligente Verknüpfung von Online- und stationärem Handel, digitale Prozesse in Warenwirtschaft und Logistik oder neuartige Ansätze in der Organisation kaufmännischer Abläufe. Entscheidend war nicht die Größe des Projekts, sondern dessen Nutzen und Übertragbarkeit.
„Die Digitalen Champions zeigen, wie vielfältig digitale Transformation im Handel heute gelebt wird und welche Innovationskraft im bayerischen Handel steckt. Erfolgreiche Digitalisierung ist nicht zwingend von großen Budgets abhängig, sondern erfordert gerade bei kleinen Unternehmen vor allem Mut, Praxisnähe und konsequente Umsetzung“, betont Dr. Georg Wittmann, Geschäftsführer von ibi research.
Feierliche Urkundenvergabe im Bayerischen Wirtschaftsministerium
Die sechs Gewinner wurden aus zahlreichen Einsendungen und Vorschlägen von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt und jetzt im Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe im Bayerischen Wirtschaftsministerium geehrt.
Ausgezeichnet wurden:
Altruan GmbH, Massing/Niederbayern: Digitalisierung und Automatisierung zentraler E-Commerce- und Logistikprozesse zur Skalierung des starken Unternehmenswachstums
Bensegger GmbH, Rosenheim/Oberbayern: Aufbau eines Virtual-Reality-Showrooms zur interaktiven Produktpräsentation und digitalen Kundenberatung im B2B-Vertrieb
Blumengalerie Beate Matthäus, Herzogenaurach/Mittelfranken: Einführung eines digitalen Selbstbedienungskonzepts mit automatisierter Bezahlung und digitaler Warenverwaltung
Metzgerei Glasauer GmbH, Münnerstadt/Unterfranken: Entwicklung einer digitalen Bestell- und Abhollösung mit Anbindung an einen 24/7-Verkaufsautomaten
Second Life Fashion GmbH, Neustadt an der Waldnaab/Oberpfalz: Einführung eines digitalen Warenwirtschafts- und Prozessmanagementsystems für Second-Hand-Artikel
Thomann GmbH, Lindau am Bodensee/Schwaben: Entwicklung eines digitalen Portals zur strukturierten Erfassung, Bearbeitung und Auswertung von Qualitätsabweichungen sowie zur Optimierung interner Qualitäts- und Prozessabläufe
„Die Vielfalt der diesjährigen Digitalen Champions zeigt, dass erfolgreiche Digitalisierung nicht von Unternehmensgröße oder Standort abhängt. Diese Beispiele sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze weiterzutragen, ist das Ziel dieses Wettbewerbs. Denn jede gute Idee, die so ihren Weg in ein weiteres Handelsunternehmen findet, ist ein Gewinn für den bayerischen Einzelhandel", unterstreicht Michaela Pichlbauer, Vorständin der Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel.
Ausführliche Informationen zu den ausgezeichneten Unternehmen, ihren Projekten sowie ergänzende Podcasts finden Interessierte in der Broschüre sowie unter digitale-champions.bayern.