Gesamtkosten von Zahlungsverfahren im deutschen E-Commerce 2019

Hintergrund und Zielsetzung

Bereits 2014 hat ibi research zum ersten Mal die Zahlungsverfahren, die im Online-Handel zum Einsatz kommen, auf Basis einer gesamtkostenorientierten Betrachtung vergleichend gegenüberstellt. Durch die im Dezember 2015 in Kraft getretene Regulierung der Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge (sogenannte „MIF-Verordnung“; MIF = Multilateral Interchange Fee) wurden die Entgelte für Issuer bei Kreditkartenzahlungen deutlich begrenzt. Daher stellte sich die Frage, in welchem Umfang sich die Regulierung in einer Senkung der Gesamtkosten bei der Kreditkartenzahlung im deutschen Online-Handel niederschlägt. Dies sollte in Anlehnung an unsere Untersuchung „Gesamtkosten von Zahlungsverfahren“ aus den Jahren 2014/2015 ermittelt werden.

Projektverlauf und Ergebnis

ibi research an der Universität Regensburg untersucht regelmäßig aktuelle Trends und Anforderungen im Bereich des Zahlungsverkehrs und der elektronischen Rechnungsabwicklung. Mit der Befragung wollten wir insbesondere den Kostenaspekt beim Einsatz von Zahlungsverfahren im Online-Handel beleuchten.

Dabei haben wir mittels einer Online-Befragung unter Betreibern von Online-Shops erhoben, welche Zahlungsverfahren diese einsetzen und welche Kosten bei ihnen durch die eingesetzten Zahlungsverfahren ausgelöst werden. Es zeigt sich, dass neben den direkten Kosten für Zahlungsverfahren und ggf. Payment Service Provider noch weitere Aspekte zu beachten sind, die Kosten verursachen und direkt den Zahlungsverfahren zugerechnet werden können. Diese indirekten Kosten, verursacht beispielsweise durch Zahlungsausfälle und Retourenabwicklung, haben unmittelbar Auswirkung auf den Ertrag.

Mit der vorliegenden Studie knüpfen wir an eine Vorgängerstudie aus dem Jahr 2014 an. Doch in der Zwischenzeit hat sich vieles getan: die MIF-Regulierung hat die direkten Kosten für den Einsatz von Kreditkarten gedeckelt, neue Zahlungsverfahren sind am Markt, und die Zahlgewohnheiten der Kunden sind nicht mehr die selben wie vor fünf Jahren.

Zu beachten ist selbstverständlich, dass die direkten und indirekten Kosten nicht die einzigen Faktoren sind, die bei der Auswahl eines Zahlungsverfahrens eine Rolle spielen. Auch Faktoren wie die Kundenakzeptanz und -zufrieden-heit sowie die Abbruchquote im Checkout je Zahlungs-verfahren sind zu berücksichtigen. In dieser Studie konzentrieren wir uns aber ausschließlich auf den Kostenaspekt.

Das Studiendokument ist hier beziehbar: Studie Gesamtkosten von Zahlungsverfahren im deutschen E-Commerce 2019

Projektpartner

Eigenstudie

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0941/943-1920
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