Pressemitteilung · Veröffentlicht am 26.03.2021

Robo-Advisory: qualitativer Vergleich von Angeboten zur digitalen Vermögensanlage zeigt heterogenes Bild

Ziel der Untersuchung war es, die Unterschiede der Angebote zu evaluieren und damit auf den Prüfstand zu stellen. Die Ausgestaltung der einzelnen Robo-Advisory-Lösungen wurde dabei ausschließlich nach qualitativen Kriterien beurteilt, nicht jedoch nach quantitativen Aspekten wie z. B. der hinterlegten Kostenstruktur oder der tatsächlichen Performance. Die Stichprobengröße umfasste 18 Robo-Advisor von Banken, Sparkassen und FinTechs. Um die Vergleichbarkeit der einzelnen Robo-Advisor-Anbieter zu gewährleisten und eine einheitliche Rating-Grundlage zu schaffen, wurde zudem ein Musteranleger definiert. 

Die Ergebnisse zeigen durchaus ein heterogenes Bild auf. In den vier Hauptkategorien ergibt sich eine zum Teil beträchtliche Spannweite von den besten bis zu den schlechtesten Umsetzungen. Die Grafik zeigt im Gesamtergebnis die einzelnen Ränge der evaluierten Lösungen mit den Plätzen 1 bis 18 und den Zielerreichungsgraden in Prozent. Die analysierten Anbieter erreichen ein durchschnittliches Ergebnis von 66 Prozent. Im Mittelfeld unterscheiden sich die Lösungen dabei nur geringfügig voneinander, die Werte liegen dicht beieinander. Am oberen und am unteren Ende des Rankings allerdings zeigen sich größere Abstände der Anbieter zueinander. Die beiden Spitzenreiter setzen fast 80 Prozent der Kriterien um, ebenfalls zwei Anbieter können hingegen nicht einmal die Hälfte der geforderten Kriterien nachweisen. 

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Abbildung: Ranking der evaluierten Robo-Advisor-Lösungen

Insgesamt zeigen sich in dieser Darstellung sowohl die Umsetzbarkeit der angesetzten Kriterien als auch das Optimierungspotenzial, das sich bei einzelnen Anbietern aufzeigen lässt. 

Auch wenn es sich hier nur um einen ausgewählten Teil der am deutschen Markt aktiven Robo-Advisor handelt, lässt sich erkennen, dass die grundsätzlichen Anforderungen in den Hauptkategorien „Onboarding des Kunden“, „Kundenprofilierung“, „Anlageempfehlung“ und „Abschließendes Serviceangebot“ durchaus erfüllt werden. Dies lässt sich auch für weitere Anbieter vermuten, da ein gewisser Anteil der umzusetzenden Kriterien als gegeben angesehen werden kann. Neben dieser Pflicht gilt es aber, in der Kür die Feinheiten und Eigenarten eines rein digitalen Angebots zu beachten. Eben dies gelingt den Anbietern, die jeweils die vorderen Plätze belegen. Anhand von Best Practices wird im Rahmen der Analyse aufgezeigt, wie ausgewählte Einzelkriterien optimal umgesetzt werden. Die Studie dient damit sowohl als Leitfaden zur Prüfung eines Robo-Advisors als auch als Überblick über die Vielfältigkeit der Lösungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. 

Weitere Informationen zur Studie "Robo-Advisory - Angebote zur digitalen Vermögensanlage im qualitativen Vergleich" erhalten Sie unter www.ibi.de/robo-advisory